Wurzelspitzenresektion (WSR): Indikation und Technik

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-S2k-Leitlinie behandelt die Indikationen und die Durchführung der Wurzelspitzenresektion (WSR). Ziel des Eingriffs ist der beschwerdefreie Erhalt eines Zahnes durch die Ausheilung einer periapikalen Entzündung.

Eine WSR umfasst die chirurgische Kürzung der Wurzelspitze, die Entfernung von Entzündungsgewebe und in der Regel einen retrograden bakteriendichten Verschluss des Wurzelkanalsystems.

Die Leitlinie betont, dass die orthograde (nicht-chirurgische) Wurzelkanalbehandlung oder Revision grundsätzlich das weniger invasive Verfahren darstellt. Die WSR kommt zum Einsatz, wenn orthograde Maßnahmen nicht möglich oder bereits gescheitert sind.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass eine alleinige Antibiotikatherapie eine chirurgische Sanierung ersetzen kann. Die Leitlinie stellt klar, dass Antibiotika keine Substitution für eine Wurzelspitzenresektion darstellen und nur bei speziellen Risikopatienten begleitend eingesetzt werden sollten. Zudem wird davor gewarnt, bei der retrograden Füllung Glasionomerzement zu verwenden, da dieser mit signifikant schlechteren Erfolgsraten assoziiert ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist der Eingriff unter anderem bei persistierenden apikalen Entzündungen nach einer Wurzelkanalbehandlung indiziert, besonders wenn eine orthograde Revision nicht möglich ist. Auch bei frakturierten Instrumenten oder überpresstem Füllmaterial wird die Resektion empfohlen.

Es wird die Verwendung von hydraulischen Silikatzementen (wie MTA) oder Zinkoxid-Eugenol-basierten Zementen empfohlen. Von der Nutzung von Glasionomerzement wird aufgrund schlechterer Heilungsraten abgeraten.

Die Leitlinie empfiehlt den Einsatz von Vergrößerungshilfen wie einem Dentalmikroskop oder einer Lupenbrille ausdrücklich. Dies ermöglicht ein mikrochirurgisches Vorgehen und verbessert die präzise Darstellung und Füllung des Wurzelkanals.

Ein standardmäßiger Einsatz von Augmentationstechniken oder Membranen wird nicht empfohlen. Eine Ausnahme bilden laut Leitlinie bikortikale Knochendefekte, bei denen eine Augmentation erwogen werden kann.

Bei einem Misserfolg können eine erneute WSR oder eine orthograde Revisionsbehandlung des resezierten Zahnes in Betracht gezogen werden. Die Extraktion wird als letzte Option für Fälle beschrieben, in denen keine zahnerhaltenden Maßnahmen mehr greifen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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