Parodontitis: Systematische Therapie und Empfehlungen
Hintergrund
Parodontopathien sind entzündliche Erkrankungen des Zahnhalteapparats, die durch bakterielle Plaque verursacht werden. Unbehandelt führen sie zu Attachmentverlust, Knochenabbau und letztlich zum Zahnverlust.
Primäres Ziel der systematischen Parodontitisbehandlung ist die Beseitigung der Infektion durch Entfernung der Plaque und Konkremente. Dadurch sollen Mundhygieneverhältnisse geschaffen werden, die mit gingivaler Gesundheit vereinbar sind.
Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet den Nutzen verschiedener Behandlungsmethoden. Untersucht wurden unter anderem die geschlossene mechanische Therapie (GMT), Laserverfahren, chirurgische Maßnahmen und Antibiotikagaben.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht weist darauf hin, dass die ergänzende chirurgische Taschenelimination (CTE) im Vergleich zur geschlossenen mechanischen Therapie einen geringeren Nutzen aufweisen kann. Zudem wird betont, dass der mögliche Nutzen einer systemischen Antibiotikagabe stets gegen das Risiko von Nebenwirkungen und Resistenzbildungen abgewogen werden muss.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht gibt es einen Hinweis auf einen Nutzen der geschlossenen mechanischen Therapie (GMT) im Vergleich zu keiner Behandlung. Dieser Nutzen zeigt sich insbesondere beim Erhalt des Attachmentlevels.
Der Bericht sieht Anhaltspunkte für einen höheren Nutzen der alleinigen und ergänzenden Lasertherapie im Vergleich zur GMT. Diese Ergebnisse stehen jedoch aufgrund möglicher nicht veröffentlichter Studiendaten unter Vorbehalt.
Es ergab sich ein Hinweis auf einen höheren Nutzen einer ergänzenden systemischen Antibiotikagabe zur GMT. Für eine alleinige systemische oder ergänzende lokale Antibiotikagabe konnte kein Zusatznutzen belegt werden.
Der Bericht stellt fest, dass es Anhaltspunkte für einen geringeren Nutzen der ergänzenden chirurgischen Taschenelimination im Vergleich zur reinen GMT gibt. Andere chirurgische Verfahren wie die modifizierte Widmanlappentechnik zeigten als Ergänzung zur GMT Anhaltspunkte für einen Nutzen.
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Quelle: IQWiG N15-01: Bewertung der systematischen Behandlung von Parodontopathien (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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