Verzögerte Kontrastmittelreaktion: Erkennung & Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 1996 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (1996)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Sicherheitswarnung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 1996 thematisiert das Risiko von verzögerten Überempfindlichkeitsreaktionen. Diese treten nach der Applikation von dimeren nichtionischen Röntgenkontrastmitteln (RKM) auf.

Zu dieser Wirkstoffklasse gehören Iotrolan und Iodixanol. Ursprünglich wurde bei diesen blutisotonen Substanzen eine bessere Verträglichkeit und eine geringere Rate an anaphylaktischen Reaktionen im Vergleich zu herkömmlichen Kontrastmitteln erwartet.

Nach der Markteinführung für die intravasale Anwendung im Jahr 1995 zeigten Spontanberichte jedoch eine Häufung von Spätreaktionen. Diese machten zeitweise nahezu jede zweite Spontanmeldung in diesem Bereich aus.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein besonderes Augenmerk sollte auf die zeitliche Latenz der Überempfindlichkeitsreaktionen gelegt werden, da diese oft erst Stunden nach der Kontrastmittelgabe auftreten. Es wird darauf hingewiesen, dass sich Betroffene zu diesem Zeitpunkt meist nicht mehr unter ärztlicher Beobachtung befinden, was bei schweren Verläufen wie einem Glottisödem lebensbedrohlich sein kann. Eine entsprechende Aufklärung über mögliche Spätreaktionen vor der Entlassung ist daher essenziell.

Häufig gestellte Fragen

Laut BfArM werden verzögerte Überempfindlichkeitsreaktionen besonders nach der intravasalen Gabe von dimeren nichtionischen Röntgenkontrastmitteln wie Iotrolan und Iodixanol beobachtet. In geringerem Umfang sind solche Spätreaktionen auch bei ionischen und monomeren nichtionischen Kontrastmitteln bekannt.

Die Sicherheitswarnung gibt an, dass diese Reaktionen teilweise erst Stunden nach der Applikation des Röntgenkontrastmittels in Erscheinung treten. Zu diesem Zeitpunkt ist die ärztliche Überwachung meist bereits beendet.

Es werden vorwiegend kutane Symptome wie Hautrötungen, Juckreiz, Gesichtsschwellungen und Urtikaria beschrieben. Seltener kommt es laut Meldungen zu Atemwegsschwellungen, Bronchospasmen oder in Einzelfällen zu einem allergischen Schock.

Obwohl sie meist nicht die Schwere einer klassischen Soforttyp-Anaphylaxie erreichen, wird ein erhöhtes Gefährdungspotenzial beschrieben. Die Lebensgefahr entsteht vor allem dadurch, dass schwere Symptome wie ein Glottisödem oder ein Blutdruckabfall oft erst außerhalb des medizinischen Settings auftreten.

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Quelle: Verzögerte Überempfindlichkeitsreaktionen nach Applikation von dimeren nichtionischen Röntgenkontrastmitteln - Iotrolan, Iodixanol (BfArM, 1996). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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