Anaphylaktischer Schock bei SonoVue: Kontraindikation
Hintergrund
Die Drug Safety Mail der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2017 thematisiert das Risiko eines anaphylaktischen Schocks durch das Ultraschallkontrastmittel SonoVue. Dieses Diagnostikum wird unter anderem bei der Echokardiographie sowie der Sonographie von Leber, Mamma und Blutgefäßen eingesetzt.
Die Wirkung von SonoVue beruht auf der Bildung von Mikrobläschen aus Schwefelhexafluorid nach Zugabe von physiologischer Kochsalzlösung. Dadurch wird eine erhöhte Echogenität des Blutes und ein verbessertes Signal-zu-Rausch-Verhältnis erreicht.
Anlass der Warnung ist der Fallbericht eines 47-jährigen Patienten, der kurz nach der Gabe von SonoVue einen schweren, protrahierten anaphylaktischen Schock entwickelte. Trotz umgehender Reanimation verstarb der Patient zwei Tage später, was die Relevanz der bekannten Warnhinweise unterstreicht.
💡Praxis-Tipp
Ein zentraler Hinweis der AkdÄ ist die potenziell fatale Interaktion mit Betablockern bei einer Anaphylaxie. Es wird davor gewarnt, dass Betablocker nicht nur die anaphylaktische Reaktion an sich verstärken, sondern auch die lebensrettende Wirkung von Adrenalin in üblichen Dosierungen blockieren können.
Häufig gestellte Fragen
Laut AkdÄ soll das Kontrastmittel nur angewendet werden, wenn die Ultraschalluntersuchung ohne Kontrastmittel keine ausreichende Aussagekraft besitzt. Es wird eine strenge Indikationsstellung gefordert.
In der Fachinformation wird eine Überempfindlichkeit einschließlich eines anaphylaktischen Schocks als seltene Nebenwirkung angegeben. Die Häufigkeit wird mit ≥ 1/10.000 bis < 1/1000 beziffert.
Die AkdÄ warnt, dass eine bestehende Medikation mit Betablockern anaphylaktische Reaktionen verstärken kann. Zudem wird darauf hingewiesen, dass Betablocker das Ansprechen auf die üblichen Adrenalin-Dosen bei der Reanimation verhindern können.
Es wird zu äußerster Vorsicht bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom oder klinisch instabiler ischämischer Herzkrankheit geraten. Dazu zählen laut Meldung auch kürzlich durchgeführte Koronarinterventionen.
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Quelle: AkdÄ: Anaphylaktischer Schock nach Anwendung eines Ultraschallkontrastmittels. (AkdÄ, 2017). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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