Gadolinium-Kontrastmittel: NSF bei Niereninsuffizienz

Diese Leitlinie stammt aus 2007 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2007)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2007 thematisiert Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit Omniscan (Gadodiamid) und anderen gadoliniumhaltigen MRT-Kontrastmitteln. Hintergrund ist das gehäufte Auftreten der nephrogenen systemischen Fibrose (NSF) nach der Anwendung von Gadodiamid.

Die NSF ist eine seltene Erkrankung, die mit einer Bindegewebswucherung einhergeht. Sie betrifft vor allem die Haut, welche verdickt, rau und hart wird, was zu Bewegungseinschränkungen und Gelenksteife führen kann.

Auch eine Beteiligung anderer Organe ist möglich. In etwa fünf Prozent der Fälle wird laut Behörde ein schnell fortschreitender, generalisierter Verlauf beobachtet.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Planung von MRT-Untersuchungen mit Kontrastmittel wird dringend empfohlen, vorab die Nierenfunktion sowie eine eventuelle Lebertransplantations-Anamnese zu erheben. Das Risiko einer nephrogenen systemischen Fibrose (NSF) ist bei Gadodiamid (Omniscan) besonders hoch, weshalb bei schwerer Niereninsuffizienz zwingend auf alternative diagnostische Verfahren oder andere Kontrastmittelklassen ausgewichen werden muss.

Häufig gestellte Fragen

Die NSF ist eine seltene Erkrankung, die durch Bindegewebswucherungen gekennzeichnet ist. Laut BfArM führt sie vor allem zu einer Verdickung und Verhärtung der Haut, was Gelenksteife verursachen kann, und betrifft in einigen Fällen auch innere Organe.

Der Rote-Hand-Brief untersagt die Anwendung von Omniscan bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionseinschränkung. Ebenso ist das Kontrastmittel bei Patienten mit erfolgter oder geplanter Lebertransplantation kontraindiziert.

Ja, die behördliche Anordnung fordert die Aufnahme spezifischer Warnhinweise für die Anwendung von Omniscan bei Neugeborenen und Kleinkindern bis zu einem Jahr.

Nein, ergänzende Warnhinweise wurden für alle gadoliniumhaltigen MRT-Kontrastmittel (außer zur intraartikulären Injektion) angeordnet. Für Omniscan liegen jedoch laut Behörde vergleichsweise häufige Berichte über NSF-Fälle vor.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Omniscan® und andere gadoliniumhaltige MRT-Kontrastmittel: Anwendungsbeschränkungen für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und weitere Warnhinweise angeordnet (BfArM, 2007). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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