Venenthrombose und Lungenembolie: Diagnostik & Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-S2k-Leitlinie (Federführung: Deutsche Gesellschaft für Angiologie) behandelt die Diagnostik und Therapie der venösen Thromboembolie (VTE). Tiefe Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) stellen Manifestationsformen derselben Erkrankungsentität dar und sind nach Myokardinfarkt und Schlaganfall die dritthäufigste kardiovaskuläre Todesursache.

Das Auftreten einer VTE ist ein multifaktorielles Geschehen. Zu den prädisponierenden Faktoren gehören höheres Lebensalter, aktive Tumorerkrankungen, operative Eingriffe, Traumata sowie Immobilisation.

Etwa 30 Prozent der Patienten entwickeln nach einer tiefen Beinvenenthrombose ein postthrombotisches Syndrom (PTS). Bei der Lungenembolie korreliert die Prognose stark mit der einhergehenden Rechtsherzbelastung und der hämodynamischen Stabilität des Patienten.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, einen Thromboseausschluss allein auf Basis negativer D-Dimere ohne vorherige Bestimmung der klinischen Wahrscheinlichkeit vorzunehmen. Bei hoher klinischer Wahrscheinlichkeit wird von einer D-Dimer-Testung abgeraten, da in diesen Fällen zwingend eine primäre Bildgebung erfolgen muss. Zudem wird betont, dass bei hämodynamisch instabilen Patienten mit Lungenembolieverdacht jeglicher Zeitverzug durch aufwendige Diagnostik vermieden werden soll.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie kann bei Patienten über 50 Jahren ein altersadjustierter Grenzwert berechnet werden (Lebensalter x 10 µg/l). Dies erhöht die Spezifität, ohne die Sensitivität relevant zu verringern.

Die Leitlinie empfiehlt eine systemische Thrombolyse bei hämodynamisch instabilen Patienten mit hohem Mortalitätsrisiko. Bei hämodynamisch stabilen Patienten mit intermediärem Risiko soll sie nur bei klinischer Verschlechterung erwogen werden.

Es wird eine Antikoagulationsdauer von 3 Monaten empfohlen. Bei fehlendem Trigger oder persistierenden Risikofaktoren sollte eine Verlängerung geprüft werden.

Die Leitlinie empfiehlt für die ersten 3 bis 6 Monate primär direkte Faktor-Xa-Inhibitoren (DXI) oder niedermolekulares Heparin (NMH). Die Auswahl sollte individuelle Blutungsrisiken und Tumortherapien berücksichtigen.

Bei einer OVT von mehr als 5 cm Länge und > 3 cm Abstand zum tiefen Venensystem wird Fondaparinux 2,5 mg/Tag für 45 Tage empfohlen. Alternativ kann Rivaroxaban 10 mg/Tag (Off-Label) eingesetzt werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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