Uterusmyom: USgHIFU-Therapie und Indikationsstellung

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht H16-02B bewertet das Potenzial der sonografiegesteuerten hochfokussierten Ultraschalltherapie (USgHIFU) beim Leiomyom des Uterus. Uterusmyome sind häufige gutartige Tumore, die zu Blutungsstörungen, Schmerzen und unerfülltem Kinderwunsch führen können.

Die USgHIFU-Methode kombiniert diagnostischen Ultraschall zur Bildgebung mit therapeutischem Ultraschall. Letzterer zerstört das Tumorgewebe minimalinvasiv durch thermische und mechanische Energie.

Als etablierte uteruserhaltende Vergleichsinterventionen gelten die medikamentöse Therapie, die Myomektomie, die Uterusarterienembolisation und der MRT-gesteuerte HIFU. Der Bericht prüft, ob USgHIFU eine erforderliche Behandlungsalternative darstellt.

Empfehlungen

Der Bericht leitet auf Basis der vorliegenden Studien ein Potenzial für die USgHIFU-Behandlung ab.

Klinische Endpunkte und Studienergebnisse

Die Bewertung stützt sich primär auf eine randomisierte kontrollierte Studie (RCT) im Vergleich zur offen-chirurgischen Myomektomie sowie eine nicht-randomisierte Studie (Non-RCT) im Vergleich zur laparoskopischen Myomektomie.

EndpunktUSgHIFUMyomektomieSignifikanz
Krankenhausverweildauer (vs. offen)1 Tag4 TageSignifikant kürzer
Krankenhausverweildauer (vs. laparoskopisch)2,9 Tage6,2 TageSignifikant kürzer
Rückkehr zu AlltagsaktivitätenDeutlich früherSpäterSignifikant kürzer
Symptomschwere & LebensqualitätVergleichbarVergleichbarKein signifikanter Unterschied

Unerwünschte Ereignisse

Laut Bericht zeigt sich in der Gesamtschau kein bedeutsamer Vor- oder Nachteil der USgHIFU gegenüber einer Myomektomie bezüglich schwerwiegender Komplikationen. Es wird jedoch auf unterschiedliche Nebenwirkungsprofile hingewiesen:

  • Bei USgHIFU werden häufiger Schmerzen und Hautverbrennungen (meist 1. oder 2. Grades) berichtet.

  • Bei der Myomektomie treten häufiger vaginale Blutungen, Blasenirritationen und anästhesiebezogene Komplikationen auf.

Schlussfolgerung zur Erprobung

Das IQWiG stellt ein Potenzial der Methode als Behandlungsalternative fest. Es wird die Durchführung einer multizentrischen, randomisierten kontrollierten Erprobungsstudie empfohlen, um den patientenrelevanten Nutzen abschließend zu belegen.

Kontraindikationen

Laut Herstellerangaben und Studienkriterien werden im Bericht folgende Kontraindikationen für eine USgHIFU-Behandlung genannt:

  • Myome mit einem Durchmesser von über 10 cm

  • Sehr zahlreiche Myome (mehr als 3)

  • Gut durchblutete Myome

  • Myome, die in Bauchlage das Rektum zusammendrücken

  • Subserös gestielte oder submuköse Myome (letztere sind eher hysteroskopisch zu behandeln)

  • Verdacht auf maligne Erkrankungen (z. B. Uterussarkom)

  • Bestehende Schwangerschaft

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht hebt hervor, dass die USgHIFU-Therapie zwar die Krankenhausverweildauer und Rekonvaleszenzzeit signifikant verkürzen kann, jedoch hinsichtlich der Symptomlinderung und Lebensqualität keine Überlegenheit gegenüber etablierten chirurgischen Verfahren belegt ist. Es wird darauf hingewiesen, dass eine sorgfältige Patientenselektion anhand bildgebender Kriterien entscheidend ist, um Komplikationen wie die Verletzung benachbarter Organe zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht führt die Methode zu einer signifikant kürzeren Krankenhausverweildauer und einer schnelleren Rückkehr zu normalen Alltagsaktivitäten im Vergleich zur operativen Myomektomie.

Der Bericht nennt als spezifische unerwünschte Ereignisse der Methode vor allem Schmerzen während oder nach der Behandlung sowie Hautverbrennungen, die meist leichten Grades sind.

Eine Überlegenheit bezüglich der Symptomlinderung oder Lebensqualität ist laut Bewertung nicht belegt. Die Methode zeigt lediglich Vorteile bei der Invasivität und der Erholungszeit.

Gemäß den im Bericht zitierten Kriterien ist das Verfahren unter anderem bei Myomen über 10 cm Größe, bei Verdacht auf Malignität oder bei submuköser Lage nicht indiziert.

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Quelle: IQWiG H16-02B: Sonografiegesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie beim Leiomyom des Uterus - Bewertungen gemäß § 137h SGB V (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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