USgHIFU bei Uterusmyomen: IQWiG-Nutzenbewertung

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Bericht H17-01 des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) stellt ein Addendum zur vorherigen Bewertung H16-02B dar. Es wird die sonografiegesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie (USgHIFU) zur Behandlung von Leiomyomen des Uterus untersucht.

Ziel der Untersuchung war es festzustellen, ob neue relevante Studien vorliegen, die den Nutzen der Methode hinreichend belegen. Zuvor hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) festgestellt, dass die Methode zwar Potenzial bietet, der Nutzen aber noch nicht ausreichend bewiesen ist.

Dafür wurde eine systematische Literaturrecherche in diversen Datenbanken und Studienregistern durchgeführt. Es wurde gezielt nach randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) und prospektiven Interventionsstudien gesucht.

Empfehlungen

Der Bericht fasst die Ergebnisse der systematischen Überprüfung wie folgt zusammen:

Ergebnisse der Literaturrecherche

Im Rahmen der Suche wurden über die bereits bekannten Dokumente hinaus neue Studien identifiziert. Es fanden sich:

  • Eine zusätzlich abgeschlossene randomisierte kontrollierte Studie, für die jedoch keine Ergebnisse vorlagen

  • Eine zusätzlich laufende randomisierte kontrollierte Studie, die USgHIFU mit der Uterusarterienembolisation vergleicht

Bewertung des Nutzens

Laut Bericht ändert sich die bisherige Einschätzung durch die neu identifizierten Studien nicht. Der Nutzen der USgHIFU bei Patientinnen mit Uterusmyomen gilt weiterhin als nicht hinreichend belegt gemäß § 137h Absatz 1 Satz 4 SGB V.

Gleichzeitig wird bestätigt, dass die Methode weiterhin das Potenzial einer erforderlichen Behandlungsalternative aufweist. Es bleibt abzuwarten, ob die laufenden Studien in naher Zukunft relevante Erkenntnisse liefern werden.

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💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bericht gilt der Nutzen der USgHIFU bei Uterusmyomen aktuell als nicht hinreichend belegt, weshalb die Methode den Status einer potenziellen, aber noch zu erforschenden Alternative behält. Es wird darauf hingewiesen, dass laufende Studien abgewartet werden müssen, bevor eine abschließende Bewertung der klinischen Wirksamkeit im Vergleich zu Standardverfahren erfolgen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist der Nutzen der sonografiegesteuerten hochfokussierten Ultraschalltherapie bei Uterusmyomen aktuell nicht hinreichend belegt. Die Methode bietet jedoch das Potenzial einer erforderlichen Behandlungsalternative.

Der Bericht identifizierte eine zusätzliche abgeschlossene randomisierte Studie ohne vorliegende Ergebnisse sowie eine laufende Studie. Letztere vergleicht die USgHIFU mit der Uterusarterienembolisation.

Der Gemeinsame Bundesausschuss stellte fest, dass die Methode Potenzial hat, aber weitere Evidenz benötigt wird. Die im Addendum neu identifizierten Studien änderten diese grundlegende Einschätzung nicht.

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Quelle: IQWiG H17-01: Sonografiegesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie beim Leiomyom des Uterus - Addendum zum Auftrag H16-02B (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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