Uterusmyom-Therapie (MRgFUS-TUF): IQWiG-Bericht
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht E14-05 bewertet das Potenzial der Magnetresonanztomografie-gesteuerten hochfokussierten Ultraschalltherapie (MRgFUS-TUF) zur Behandlung des Uterusmyoms. Ziel der Methode ist es, bei symptomatischen Patientinnen die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu erhöhen.
Das Verfahren kombiniert hochfokussierten Ultraschall zur lokalen Gewebeablation mit der MRT zur Bildsteuerung und Temperaturüberwachung. Es wird als nicht-invasive, uterus- und fertilitätserhaltende Alternative zu operativen Eingriffen positioniert.
Der Bericht ordnet die verschiedenen Behandlungsoptionen hinsichtlich ihrer Eignung als Vergleichsintervention ein:
| Intervention | Eigenschaft | Eignung als Komparator |
|---|---|---|
| MRgFUS-TUF | Uteruserhaltend, nicht-invasiv | Zu bewertende Methode |
| Myomektomie | Uteruserhaltend, operativ | Angemessene Vergleichsintervention |
| Uterusarterienembolisation (UAE) | Uteruserhaltend, minimalinvasiv | Angemessene Vergleichsintervention |
| Hysterektomie | Nicht uteruserhaltend, operativ | Keine angemessene Vergleichsintervention |
Empfehlungen
Bewertung des Potenzials
Laut IQWiG lässt sich auf Basis der eingereichten Unterlagen kein Potenzial für die MRgFUS-TUF ableiten. Aus diesem Grund wurden keine Eckpunkte für eine Erprobungsstudie konkretisiert.
Die eingereichten Daten ließen nicht erkennen, dass die Methode aufgrund einer möglicherweise geringeren Invasivität patientenrelevante Vorteile bietet. Dies betrifft insbesondere die Krankenhausaufenthaltsdauer, die Rückkehr zu normalen Aktivitäten und postinterventionelle Schmerzen.
Vergleich mit etablierten Verfahren
Der Bericht stellt folgende Mängel in der Evidenz fest:
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Für den Vergleich zur Myomektomie wurden keine verwertbaren Daten eingereicht.
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Im Vergleich zur UAE deuten die Unterlagen auf möglicherweise geringere Effekte bezüglich Symptomschwere und Lebensqualität hin.
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Die Notwendigkeit einer Reintervention scheint bei der MRgFUS-TUF im Vergleich zur UAE höher zu sein.
Ungeklärte Wirksamkeit
Anhand der vorliegenden Vorher-Nachher-Unterschiede blieb laut Bericht unklar, ob die Methode in Abgrenzung zum natürlichen Verlauf eine Wirksamkeit aufweist. Es konnte nicht belegt werden, dass eine hinreichend relevante Symptomlinderung erreicht wird.
Kontraindikationen
Der Bericht nennt folgende absolute Kontraindikationen für die MRgFUS-TUF:
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Malignome
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Schwangerschaft
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Akut entzündliche Prozesse
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Allgemeine MRT-Kontraindikationen
Als relative Kontraindikationen werden unter anderem aufgeführt:
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Mehr als 5 Myome oder Myome mit einem Durchmesser über 10 cm
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Fehlendes Schallfenster (z. B. durch Darmüberlagerung oder große Narben)
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Subserös gestielte Myome
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Myome in der Hinterwand und nahe des Kreuzbeins
💡Praxis-Tipp
Der Bericht weist darauf hin, dass die individuelle anatomische Situation der Patientin die Zielpopulation für das Verfahren entscheidend eingrenzt. Es wird betont, dass Lage, Größe und Anzahl der Myome sowie das Vorhandensein eines ausreichenden Schallfensters vor einer möglichen Behandlung zwingend abgewogen werden müssen.
Häufig gestellte Fragen
Die MRgFUS-TUF ist eine Magnetresonanztomografie-gesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie. Laut IQWiG-Bericht werden dabei Ultraschallwellen gebündelt, um das Myomgewebe durch Hitzeentwicklung lokal zu zerstören.
Der Bericht benennt die Myomektomie und die Uterusarterienembolisation (UAE) als angemessene uteruserhaltende Vergleichsinterventionen. Die Hysterektomie gilt nicht als direkter Vergleich, da sie den Uterus nicht erhält.
Nein, das IQWiG leitet aus den eingereichten Unterlagen kein Potenzial für die Methode ab. Es fehlten vergleichende Daten, die einen patientenrelevanten Vorteil gegenüber etablierten Verfahren belegen.
Absolute Kontraindikationen sind laut Bericht Malignome, Schwangerschaften, akute Entzündungen und MRT-Kontraindikationen. Bei sehr großen oder zahlreichen Myomen sowie ungünstiger Lage besteht eine relative Kontraindikation.
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Quelle: IQWiG E14-05: Magnetresonanztomografie-gesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie zur Behandlung des Uterusmyoms (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.