USgHIFU bei Uterusmyomen: IQWiG-Nutzenbewertung
Hintergrund
Der vorliegende IQWiG-Bericht (H19-02) ist ein zweites Addendum zur Bewertung der sonografiegesteuerten hochfokussierten Ultraschalltherapie (USgHIFU) beim Leiomyom des Uterus.
In vorherigen Bewertungen (H16-02B und H17-01) wurde festgestellt, dass die Methode das Potenzial einer erforderlichen Behandlungsalternative bietet, ihr Nutzen jedoch noch nicht als hinreichend belegt anzusehen ist.
Ziel dieses Addendums war es, systematisch zu überprüfen, ob neuere abgeschlossene oder laufende Studien vorliegen, die diese bisherige Einschätzung zum Potenzial oder zum Nutzenbeleg gemäß § 137h SGB V verändern könnten.
Empfehlungen
Der Bericht fasst die Ergebnisse der aktualisierten Literaturrecherche wie folgt zusammen:
Studienlage und Evidenz
Laut Bericht wurden drei zusätzliche abgeschlossene Studien (zwei randomisiert-kontrollierte Studien, eine Kohortenstudie) identifiziert, die den USgHIFU mit chirurgischen Myomektomien verglichen. Es wird darauf hingewiesen, dass die Ergebnissicherheit dieser Studien als maximal mäßig bis gering eingestuft wird.
Zudem wird die Übertragbarkeit der Studienergebnisse auf den deutschen Versorgungskontext als fraglich bewertet.
Klinische Endpunkte
Basierend auf den neu identifizierten Studien beschreibt der Bericht folgende Effekte der USgHIFU im Vergleich zur chirurgischen Therapie:
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Kürzere Krankenhausverweildauer und schnellere Genesungszeit
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Geringere Raten an Komplikationen und unerwünschten Ereignissen (z. B. im Genitalbereich oder Magen-Darm-Trakt)
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Signifikante Verbesserungen bei der Symptomschwere und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität nach 6 und 12 Monaten
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Keine signifikanten Unterschiede bezüglich postoperativer Schmerzen in einer der untersuchten Studien
Fazit der Nutzenbewertung
Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die USgHIFU bei Leiomyomen des Uterus weiterhin das Potenzial einer erforderlichen Behandlungsalternative besitzt.
Aufgrund der methodischen Einschränkungen der Studien kann der Nutzen der Methode jedoch nicht als hinreichend belegt angesehen werden. Es wurden keine laufenden Studien gefunden, die in naher Zukunft einen Nutzenbeleg liefern könnten.
💡Praxis-Tipp
Laut IQWiG-Bericht zeigt die USgHIFU bei Uterusmyomen in internationalen Studien zwar Vorteile bei Komplikationsraten und der Krankenhausverweildauer, die Evidenz reicht jedoch methodisch nicht für einen formalen Beleg des Nutzens aus. Es wird zudem betont, dass die Übertragbarkeit dieser Studienergebnisse auf den deutschen Versorgungsalltag aufgrund möglicher Unterschiede in der Begleittherapie fraglich ist.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht ist der Nutzen der USgHIFU bei Leiomyomen des Uterus aktuell nicht als hinreichend belegt anzusehen. Die Methode besitzt jedoch weiterhin das Potenzial einer erforderlichen Behandlungsalternative.
Der Bericht beschreibt auf Basis neuerer Studien Vorteile bei der Krankenhausverweildauer, der Genesungszeit sowie eine geringere Rate an Komplikationen im Vergleich zur chirurgischen Myomektomie. Zudem zeigten sich Verbesserungen bei der gesundheitsbezogenen Lebensqualität.
Der Bericht stellt fest, dass keine neuen laufenden Studien identifiziert wurden, die grundsätzlich geeignet wären, in naher Zukunft den Nachweis eines Nutzens zu liefern. Eine früher identifizierte Studie wurde zwischenzeitlich abgebrochen.
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Quelle: IQWiG H19-02: Sonografiegesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie beim Leiomyom des Uterus - 2. Addendum zum Auftrag H16-02B (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.