Uterusmyom: MRgFUS-Therapie und Leitlinien-Empfehlung

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht E15-02 untersucht das Potenzial der Magnetresonanztomografie-gesteuerten hochfokussierten Ultraschalltherapie (MRgFUS-TUF) zur Behandlung von Uterusmyomen. Es handelt sich um ein Addendum zu früheren Aufträgen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

Ziel der Untersuchung war es festzustellen, ob neue Studien vorliegen, die den Nutzen der Methode belegen oder das zuvor festgestellte Potenzial infrage stellen. Dabei wurde die MRgFUS-TUF mit dem natürlichen Verlauf sowie den Vergleichsinterventionen Uterusarterienembolisation (UAE) und Myomektomie verglichen.

Die Bewertung basiert auf einer systematischen Literaturrecherche nach randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) sowie Beobachtungsstudien. Es wurden patientenrelevante Endpunkte zu Wirksamkeit, Invasivität und Fertilität analysiert.

Empfehlungen

Der Bericht formuliert folgende zentrale Bewertungsergebnisse zur MRgFUS-TUF:

Klinische Wirksamkeit

Laut Bewertung deuten die Daten darauf hin, dass die Methode klinisch wirksam ist und das Myomvolumen reduzieren kann.

Im Vergleich zur Uterusarterienembolisation (UAE) zeigen sich jedoch möglicherweise Nachteile. Eine retrospektive Studie berichtet über eine statistisch signifikant höhere Reinterventionsrate sowie geringere Verbesserungen bei Symptomschwere und Lebensqualität nach einer MRgFUS-TUF.

Invasivität und Krankenhausverweildauer

Der Bericht stellt potenzielle patientenrelevante Vorteile der MRgFUS-TUF hinsichtlich der Invasivität fest. Dies betrifft vor allem die Liegezeiten im Krankenhaus im Vergleich zu den etablierten Alternativen:

InterventionMittlere Krankenhausverweildauer
MRgFUS-TUF6,3 bis 9,3 Stunden
Uterusarterienembolisation (UAE)31 bis 101 Stunden
Myomektomie (laparoskopisch/offen)38 bis 143 Stunden

Zudem deuten die Daten laut Bericht darauf hin, dass die MRgFUS-TUF mit einer kürzeren Zeit bis zur Rückkehr zu normalen Aktivitäten verbunden ist.

Zu postinterventionellen Schmerzen und unerwünschten Ereignissen liegen keine ausreichenden Daten für einen quantitativen Vergleich vor.

Fertilität

Es wird festgestellt, dass mangels aussagekräftiger Daten keine vergleichenden Aussagen zur Fertilität getroffen werden können.

Die Wahrscheinlichkeit, nach einer MRgFUS-TUF im Vergleich zur UAE oder Myomektomie ein Kind zur Welt zu bringen, bleibt laut Bericht unklar.

Gesamtfazit zum Potenzial

Das IQWiG schlussfolgert, dass die MRgFUS-TUF zur Behandlung des Uterusmyoms weiterhin Potenzial besitzt.

Es wurden keine Studien identifiziert, die dieses Potenzial infrage stellen oder bereits einen hinreichenden Nutzennachweis liefern.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bericht ist bei der Aufklärung von Patientinnen zu berücksichtigen, dass die MRgFUS-TUF zwar eine geringere Invasivität und kürzere Krankenhausverweildauer als die Uterusarterienembolisation (UAE) aufweist, jedoch mit einer höheren Reinterventionsrate einhergehen kann. Zudem wird betont, dass für Frauen mit konkretem Kinderwunsch derzeit keine verlässlichen vergleichenden Daten zur Fertilität nach den verschiedenen Eingriffen vorliegen.

Häufig gestellte Fragen

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Methode weiterhin Potenzial als Behandlungsalternative besitzt. Ein abschließender Nutzennachweis im Vergleich zu etablierten Verfahren steht jedoch noch aus.

Die Methode zeigt potenzielle Vorteile im Bereich der Invasivität. Dazu gehören insbesondere eine kürzere Krankenhausverweildauer und eine schnellere Rückkehr zu normalen Aktivitäten im Vergleich zur Myomektomie oder UAE.

Laut einer im Bericht zitierten retrospektiven Studie ist die Reinterventionsrate nach 12 Monaten bei der MRgFUS-TUF statistisch signifikant höher als bei der Uterusarterienembolisation (UAE).

Der Bericht stellt fest, dass es an aussagekräftigen Daten mangelt, um die Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt nach MRgFUS-TUF im Vergleich zu anderen Verfahren zu beurteilen. Eine klare Überlegenheit oder Unterlegenheit bezüglich der Fertilität lässt sich derzeit nicht ableiten.

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Quelle: IQWiG E15-02: Magnetresonanztomografie-gesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie zur Behandlung des Uterusmyoms (2. Addendum zu den Aufträgen E14-04 und E14-05) (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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