USgHIFU bei Uterusmyomen: IQWiG-Bewertung

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet das Potenzial der sonografiegesteuerten hochfokussierten Ultraschalltherapie (USgHIFU) bei Uterusmyomen. Es handelt sich um eine Bewertung gemäß § 137h SGB V für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden.

Die Methode richtet sich an Patientinnen mit symptomatischen Uterusmyomen, bei denen eine rein medikamentöse Therapie nicht ausreicht. Häufige Beschwerden umfassen laut Bericht Blutungsstörungen, Schmerzen, Druckgefühle sowie einen unerfüllten Kinderwunsch.

Bei der USgHIFU-Therapie wird diagnostischer Ultraschall zur Echtzeit-Bildgebung genutzt, während hochintensiver therapeutischer Ultraschall das Tumorgewebe gezielt zerstört. Die Gewebeeinschmelzung erfolgt durch thermische und mechanische Energie, woraufhin das Immunsystem das zerstörte Gewebe abtransportiert.

Empfehlungen

Der IQWiG-Bericht formuliert folgende Erkenntnisse zum Potenzial der Methode:

Indikation und Stellenwert

Laut Bewertung wird USgHIFU als uteruserhaltende Alternative zu chirurgisch-interventionellen Verfahren betrachtet. Als angemessene Vergleichsinterventionen definiert der Bericht die offen-chirurgische sowie die laparoskopische Myomektomie.

Wirksamkeit und Patientennutzen

Dem Verfahren wird ein Potenzial als erforderliche Behandlungsalternative bescheinigt. Dies begründet sich laut IQWiG durch folgende Vorteile gegenüber der Myomektomie:

  • Signifikant kürzere Krankenhausverweildauer

  • Schnellere Rückkehr zu normalen Alltagsaktivitäten

  • Keine relevante Unterlegenheit hinsichtlich Symptomschwere und gesundheitsbezogener Lebensqualität

Sicherheit und Nebenwirkungen

Hinsichtlich der Gesamtrate an unerwünschten Ereignissen zeigt sich laut Bericht kein signifikanter Unterschied zwischen USgHIFU und Myomektomie. Das Profil der Komplikationen unterscheidet sich jedoch verfahrensbedingt.

VerfahrenHäufigere spezifische Nebenwirkungen
USgHIFUSchmerzen, Hautverbrennungen
MyomektomieVaginale Blutungen, Blasenirritationen/Harnverhalt, anästhesiebezogene Komplikationen

Kontraindikationen

Laut Herstellerangaben, die im IQWiG-Bericht zitiert werden, bestehen unter anderem folgende Kontraindikationen für eine USgHIFU-Behandlung:

  • Myome mit einem Durchmesser von über 10 cm

  • Stark durchblutete Myome

  • Myome, die in Bauchlage das Rektum zusammendrücken

  • Schwangerschaft

  • Verdacht auf ein Uterussarkom

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💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht hebt hervor, dass das Nebenwirkungsprofil der USgHIFU-Therapie spezifische Aufklärung erfordert. Es wird darauf hingewiesen, dass Patientinnen insbesondere über das mögliche Risiko von Hautverbrennungen (meist 1. oder 2. Grades) informiert werden sollten, auch wenn diese in der Regel nur konservativ behandelt werden müssen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bewertung bietet USgHIFU signifikante Vorteile bei der Krankenhausverweildauer und der Zeit bis zur Rückkehr zu normalen Aktivitäten. Hinsichtlich der Linderung von Symptomen und der Lebensqualität ist das Verfahren der Operation nicht unterlegen.

Der Bericht zitiert Herstellerangaben, wonach bestimmte Myome von der Behandlung ausgeschlossen sind. Dazu zählen Myome über 10 cm Größe, stark durchblutete Tumore sowie Myome, die das Rektum komprimieren.

Die Gesamtrate an Komplikationen unterscheidet sich laut IQWiG nicht signifikant von einer Myomektomie. Allerdings treten bei der USgHIFU-Behandlung spezifisch häufiger Schmerzen während oder nach dem Eingriff sowie Hautverbrennungen auf.

Der Bericht ordnet USgHIFU als uteruserhaltende Alternative zu anderen chirurgischen Eingriffen wie der Myomektomie ein. Die Hysterektomie wird in diesem Kontext nicht als direkte Vergleichsintervention betrachtet, da sie nicht uteruserhaltend ist.

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Quelle: IQWiG H16-02B: Sonografiegesteuerte hochfokussierte Ultraschalltherapie beim Leiomyom des Uterus - Bewertungen gemäß § 137h SGB V (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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