Sepsis und septischer Schock: Screening und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF S3-Leitlinie "Sepsis – Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge" (Update 2025) bietet evidenzbasierte Empfehlungen für die Behandlung erwachsener Patienten. Sie basiert in weiten Teilen auf der Surviving Sepsis Campaign (SSC) 2021, wurde jedoch an aktuelle Gegebenheiten und neue Studiendaten angepasst.

Sepsis ist definiert als eine akut lebensbedrohliche Organdysfunktion, die durch eine inadäquate Wirtsantwort auf eine Infektion hervorgerufen wird. Ein septischer Schock liegt vor, wenn trotz adäquater Volumentherapie Vasopressoren benötigt werden, um einen mittleren arteriellen Blutdruck (MAP) von mindestens 65 mmHg zu erreichen, und das Laktat über 2 mmol/l liegt.

Das frühzeitige Erkennen und die unverzügliche Einleitung einer zielgerichteten Therapie sind entscheidend für das Überleben der Patienten. Die Leitlinie betont zudem die wachsende Bedeutung der Langzeitfolgen, die unter dem Begriff Post-Intensive Care Syndrom (PICS) zusammengefasst werden.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass bei einem septischen Schock nicht auf die Anlage eines zentralvenösen Katheters gewartet werden muss, um eine Vasopressortherapie zu beginnen. Es wird vorgeschlagen, Vasopressoren initial periphervenös zu applizieren, um den Ziel-MAP von 65 mmHg schnellstmöglich zu erreichen. Dadurch lassen sich lebensbedrohliche Verzögerungen in der hämodynamischen Stabilisierung vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Bei einem septischen Schock wird die intravenöse Gabe von Antiinfektiva idealerweise innerhalb einer Stunde empfohlen. Bei einer Sepsis ohne Schocksymptomatik sollte die Therapie laut Leitlinie nach zeitnaher Diagnostik innerhalb von drei Stunden erfolgen.

Die Leitlinie empfiehlt balancierte Kristalloide als Flüssigkeitstherapie der ersten Wahl. Wenn große Mengen an Flüssigkeit benötigt werden, um eine hämodynamische Stabilität zu erreichen, wird vorgeschlagen, additiv Albumin zu verabreichen.

Es wird vorgeschlagen, Hydrokortison einzusetzen, wenn trotz ausreichender Volumengabe ein anhaltender Vasopressorbedarf besteht. Dies ist definiert als eine Noradrenalin-Gabe von mindestens 0,25 µg/kg/min über mehr als vier Stunden.

In der Regel wird eine Therapiedauer von 7 bis 10 Tagen empfohlen. Die Leitlinie rät zudem zur täglichen Reevaluation und schlägt die Messung von Procalcitonin vor, um die Therapiedauer bei adäquater Fokuskontrolle zu begrenzen.

Die Leitlinie spricht eine starke Empfehlung gegen die Verwendung von hochdosiertem Vitamin C aus. Dies gilt sowohl für die Monotherapie als auch für die Kombinationstherapie mit Hydrokortison und Thiamin.

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Quelle: AWMF S3-Leitlinie Sepsis 2025 (AWMF, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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