DGPS32024Pneumologie

Nosokomiale Pneumonie (HAP): Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGP (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die nosokomiale Pneumonie, einschließlich der beatmungsassoziierten Pneumonie (VAP), stellt eine der häufigsten im Krankenhaus erworbenen Infektionen dar. Sie geht mit einer signifikanten Morbidität und Letalität einher.

Die S3-Leitlinie der DGP (2024) liefert evidenzbasierte Strategien für das klinische Management. Ein zentraler Aspekt ist die Anpassung an veränderte Erregerprofile und zunehmende Antibiotikaresistenzen.

Die Unterscheidung zwischen Personen mit und ohne Risikofaktoren für multiresistente Erreger (MRE) bildet die Grundlage der Therapieentscheidung. Zudem wird die Bedeutung von Antibiotic Stewardship (ABS) zur Vermeidung weiterer Resistenzen betont.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler im klinischen Alltag ist die unkritische Fortführung einer Breitspektrumtherapie. Es wird nachdrücklich empfohlen, die Therapie nach 48 bis 72 Stunden zu reevaluieren und bei klinischer Stabilisierung sowie Vorliegen mikrobiologischer Befunde konsequent zu deeskalieren. Zudem wird betont, dass eine prolongierte Infusion von Betalaktam-Antibiotika bei kritisch kranken Personen das klinische Outcome verbessern kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird bei einem guten klinischen Ansprechen eine Therapiedauer von 7 bis 8 Tagen empfohlen. Bei speziellen Erregern wie Staphylococcus aureus mit Bakteriämie sind längere Behandlungszeiten erforderlich.

Eine kalkulierte Kombinationstherapie wird empfohlen, wenn ein septischer Schock vorliegt und gleichzeitig ein erhöhtes Risiko für multiresistente Erreger besteht. In anderen Fällen ist meist eine Monotherapie ausreichend.

Die Leitlinie empfiehlt den regelhaften Einsatz von bakteriellen Multiplex-PCR-Systemen bei Verdacht auf nosokomiale Pneumonie nicht. Die Diagnostik sollte primär auf konventionellen Kulturen basieren.

Es wird empfohlen, nach einer initialen Kurzinfusion (Loading Dose) eine prolongierte Infusion über 3 bis 4 Stunden durchzuführen. Bei hohem Risiko für Pseudomonas aeruginosa wird die hohe Dosierung von 4-mal 4,5 g empfohlen.

Bei Intensivpatienten mit Risikofaktoren wie Steroidtherapie, COPD, Leberzirrhose oder schwerer Virusinfektion (Influenza/COVID-19) wird bei Verdacht eine rasche Diagnostik mittels Galaktomannan-Antigentest aus der BALF empfohlen.

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Quelle: DGP S3-Leitlinie: Epidemiologie, Diagnostik und Therapie erwachsener Patienten mit nosokomialer Pneumonie (Version 3.0) (DGP, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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