Schmerzmanagement Geriatrie: Assessment und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF S3-Leitlinie GeriPAIN fokussiert sich auf das Schmerzmanagement bei geriatrischen Patient:innen in allen Versorgungssettings. Diese Patientengruppe ist durch Multimorbidität, eingeschränkte Reservekapazitäten und ein hohes Lebensalter gekennzeichnet.

Aufgrund altersphysiologischer Veränderungen und häufiger kognitiver Einschränkungen wie Demenz besteht ein erhöhtes Risiko, dass Schmerzen übersehen oder unzureichend behandelt werden. Gleichzeitig erschweren Polypharmazie und eine veränderte Pharmakokinetik die medikamentöse Therapie.

Ziel der Leitlinie ist es, die komplexe Schmerztherapie durch strukturierte Erfassung, interprofessionelle Zusammenarbeit und altersadaptierte Interventionen zu verbessern. Dabei stehen der Erhalt von Funktionalität und Lebensqualität im Vordergrund.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass bei geriatrischen Patient:innen mit einem verzögerten Eintritt von unerwünschten Arzneimittelwirkungen gerechnet werden muss. Es wird dringend empfohlen, bei Menschen mit Demenz Verhaltensänderungen wie Unruhe, Abwehrverhalten oder eine veränderte Körperhaltung als mögliche nonverbale Schmerzzeichen zu interpretieren und systematisch mittels Fremdeinschätzung zu evaluieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie soll bei kognitiven Beeinträchtigungen eine systematische Fremdeinschätzung durch vertraute Pflegefachpersonen oder Angehörige erfolgen. Hierfür stehen validierte Instrumente wie BESD, BISAD oder PAIC 15 zur Verfügung.

Die Leitlinie empfiehlt den primären Einsatz von topischen NSAR (z.B. Diclofenac) bei Knie- und Handgelenksarthrose. Diese weisen eine vergleichbare Schmerzlinderung wie orale NSAR auf, haben jedoch ein deutlich geringeres systemisches Nebenwirkungsprofil.

Es wird empfohlen, die tägliche Dosis bei einer Langzeitanwendung von über einem Monat auf maximal 2 g pro Tag zu begrenzen. Bei Vorliegen weiterer Risikofaktoren wie Untergewicht oder Lebererkrankungen sollte die Dosis auf maximal 1,5 g pro Tag reduziert werden.

Der Einsatz von Opioiden kann unter strikter Abwägung von Nutzen und Risiken erwogen werden. Die Leitlinie fordert jedoch eine regelmäßige Überwachung auf unerwünschte Wirkungen wie kognitive Verschlechterung, Delirrisiko und Sturzgefahr.

Die Leitlinie rät von einer Magnesium-Supplementation zur Prävention von Skelettmuskelkrämpfen ab, da keine Wirksamkeit belegt ist. Stattdessen werden tägliche Dehnungsübungen der Waden- und Oberschenkelmuskulatur empfohlen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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