Nicht-spezifischer Kreuzschmerz: Diagnostik & Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) definiert Kreuzschmerzen als Schmerzen unterhalb des Rippenbogens und oberhalb der Gesäßfalten. Bei nicht-spezifischen Kreuzschmerzen lassen sich keine eindeutigen Hinweise auf eine spezifische, somatische Ursache erkennen.

Der zeitliche Verlauf wird in akut (unter 6 Wochen), subakut (6 bis 12 Wochen) und chronisch (über 12 Wochen) unterteilt. Die Erkrankung unterliegt einem biopsychosozialen Krankheitsmodell, bei dem somatische, psychische und soziale Faktoren die Entstehung und Chronifizierung beeinflussen.

Zur Erfassung des Schweregrades chronischer Schmerzen wird die Graduierung nach von Korff herangezogen:

GradBeschreibung
Grad 0Keine Schmerzen in den vergangenen 6 Monaten
Grad IGeringe Funktionseinschränkung, niedrige Intensität
Grad IIGeringe Funktionseinschränkung, höhere Intensität
Grad IIIMittlere schmerzbedingte Funktionseinschränkung
Grad IVHohe schmerzbedingte Funktionseinschränkung
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist die frühzeitige Anordnung von bildgebenden Verfahren bei akuten Kreuzschmerzen ohne Warnhinweise (Red Flags) nicht indiziert und kann eine Chronifizierung durch iatrogene Fixierung fördern. Ebenso wird dringend von Bettruhe abgeraten; stattdessen wird die Beibehaltung der körperlichen Aktivität als zentraler Therapiebaustein empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird eine Bildgebung erst nach 4 bis 6 Wochen leitliniengerechter Therapie ohne Besserung oder bei Vorliegen von Red Flags empfohlen. Eine routinemäßige Bildgebung bei akuten Beschwerden wird abgelehnt.

Es wird die kurzzeitige Gabe von NSAR (wie Ibuprofen oder Diclofenac) in der niedrigsten wirksamen Dosierung empfohlen. Von Paracetamol und Flupirtin wird aufgrund mangelnder Wirksamkeit bzw. hoher Risiken abgeraten.

Die Leitlinie rät von der Anwendung zentraler Muskelrelaxanzien bei akuten und chronischen Kreuzschmerzen ab. Grund hierfür ist das ausgeprägte Nebenwirkungsprofil.

Es wird empfohlen, psychosoziale Risikofaktoren (Yellow Flags) von Beginn an zu berücksichtigen. Nach 4 Wochen ohne Besserung sollten diese mittels standardisierter Fragebögen (z. B. STarT Back Tool) systematisch erfasst werden.

Die Leitlinie spricht eine starke Negativ-Empfehlung gegen Bettruhe aus. Es wird betont, dass Bettruhe die Heilung verzögern und eine Chronifizierung der Schmerzen fördern kann.

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Quelle: S3-Leitlinie Nationale VersorgungsLeitlinie Kreuzschmerz (S3) (AWMF, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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