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Schlaganfall bei Herzkatheter: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Peri- und postinterventionelle Schlaganfälle stellen eine seltene, aber schwerwiegende Komplikation bei Herzkatheteruntersuchungen, perkutanen Koronarinterventionen (PCI) und Katheterablationen dar. Das Konsensuspapier der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und kooperierender Fachgesellschaften adressiert die Herausforderungen in der Akutversorgung dieser Ereignisse.

Die Ursachen für zerebrale Ischämien in diesem Kontext sind meist embolischer Natur, ausgelöst durch abgelöstes Plaquematerial aus dem Aortenbogen, thrombotisches Material oder Luftembolien. Seltener liegen hämodynamische Ursachen oder intrazerebrale Blutungen vor.

Das Risiko für solche Komplikationen steigt mit dem vaskulären Risikoprofil der behandelten Person. Zu den Prädiktoren zählen unter anderem ein höheres Alter, Diabetes mellitus, arterielle Hypertonie, stattgehabte Schlaganfälle, eine eingeschränkte Nierenfunktion sowie Notfall-Interventionen.

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💡Praxis-Tipp

Das Konsensuspapier betont, dass ein periinterventioneller Schlaganfall auf dem Kathetertisch ein extremes zeitliches Fenster für eine Rekanalisation bietet. Es wird hervorgehoben, dass trotz der formalen Kontraindikation durch die kardiologische Antikoagulation die intraarterielle Thrombolyse und mechanische Rekanalisation nach individueller Risikoabwägung die vielversprechendsten Optionen darstellen, um schwere bleibende Defizite abzuwenden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Konsensuspapier treten zerebrovaskuläre Komplikationen bei diagnostischen Koronarangiographien in etwa 0,1 % und bei perkutanen Koronarinterventionen (PCI) in bis zu 0,44 % der Fälle auf.

Die Leitlinie beschreibt, dass die meisten Infarkte embolisch bedingt sind. Diese entstehen oft durch abgelöstes Plaquematerial aus dem Aortenbogen, Thromben am Katheter oder durch Luftembolien.

Es wird empfohlen, sofort einen Neurologen hinzuzuziehen und Hypoglykämien auszuschließen. Bei Verdacht auf einen Gefäßverschluss sollte direkt eine zerebrale Angiographie durchgeführt werden.

Das Papier empfiehlt in Anlehnung an große Studien ein Zeitfenster von bis zu 4,5 Stunden für die systemische intravenöse Thrombolyse. Für die intraarterielle Thrombolyse wird ein Zeitfenster von bis zu 6 Stunden angegeben.

Da Prasugrel mit einer Zunahme schwerer Blutungen assoziiert ist, wird empfohlen, die Indikation zur Thrombolyse bei diesen Personen besonders streng zu stellen.

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Quelle: Konsensuspapier "Peri- und postinterventioneller Schlaganfall bei Herzkatheterprozeduren" (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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