BfArM2010

Gadolinium-Kontrastmittel & NSF-Risiko: BfArM-Warnung

Diese Leitlinie stammt aus 2010 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2010)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzinformation der Sicherheitswarnung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2010. Das Dokument thematisiert das Risiko für die Entstehung einer nephrogenen systemischen Fibrose (NSF) im Zusammenhang mit der Anwendung von gadoliniumhaltigen Kontrastmitteln.

Die nephrogene systemische Fibrose ist eine seltene, aber schwerwiegende Erkrankung, die zu einer Bindegewebsvermehrung in Haut, Gelenken und inneren Organen führt. Sie tritt im klinischen Alltag fast ausschließlich bei Patienten mit stark eingeschränkter Nierenfunktion auf, die zuvor gadoliniumhaltige Kontrastmittel erhalten haben.

Das BfArM hat daher zusammenfassende Informationen zu diesem Risiko für verschiedene auf dem Markt befindliche Präparate veröffentlicht. Ziel ist es, das Bewusstsein für diese Komplikation bei der bildgebenden Diagnostik zu schärfen.

Empfehlungen

Das BfArM weist auf das Risiko der nephrogenen systemischen Fibrose (NSF) bei der Verwendung spezifischer MRT-Kontrastmittel hin.

Betroffene Kontrastmittel

Laut der Sicherheitsinformation des BfArM beziehen sich die Warnhinweise zum NSF-Risiko auf die folgenden gadoliniumhaltigen Präparate:

  • Omniscan®

  • OptiMARK®

  • Magnevist®

  • MultiHance®

  • Primovist®

  • Vasovist®

  • Gadovist®

  • ProHance®

  • Dotarem®

Das BfArM stellt zu diesen Präparaten zusammenfassende Informationen über das Risiko nephrogener systemischer Fibrosen in Verbindung mit deren Anwendung zur Verfügung.

Kontraindikationen

Das BfArM warnt ausdrücklich vor dem Risiko einer nephrogenen systemischen Fibrosen (NSF) in Verbindung mit der Anwendung der gelisteten gadoliniumhaltigen Kontrastmittel.

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💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, bei der Indikationsstellung für gadoliniumhaltige Kontrastmittel stets das Risiko einer nephrogenen systemischen Fibrose (NSF) zu berücksichtigen. Dies gilt in der klinischen Praxis insbesondere bei Patienten mit bekannter Niereninsuffizienz, da hier das höchste Risiko für diese schwerwiegende Komplikation besteht.

Häufig gestellte Fragen

Das BfArM nennt in seiner Information unter anderem die Präparate Omniscan®, OptiMARK®, Magnevist®, MultiHance®, Primovist®, Vasovist®, Gadovist®, ProHance® und Dotarem®.

Die NSF ist eine seltene Erkrankung, die mit einer Fibrosierung von Haut und inneren Organen einhergeht. Sie wird mit der Gabe von gadoliniumhaltigen Kontrastmitteln bei Patienten mit Niereninsuffizienz in Verbindung gebracht.

Die Publikation dient der Bereitstellung zusammenfassender Informationen über das Risiko nephrogener systemischer Fibrosen. Damit soll die Sicherheit bei der Anwendung von gadoliniumhaltigen Kontrastmitteln in der Praxis erhöht werden.

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Quelle: Hauptinformationen zu gadoliniumhaltigen Kontrastmitteln: Risiko für nephrogene systemische Fibrosen (NSF) (BfArM, 2010). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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