BfArM2021

Amiodaron-hameln Kristallisation: Rote-Hand-Brief BfArM

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Amiodaron ist ein hochwirksames Antiarrhythmikum, das in der Akutmedizin häufig als intravenöse Injektion oder Infusion eingesetzt wird. Dieser Artikel basiert auf einem kurzen Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2021.

Die Firma Hameln Pharma GmbH informiert in dieser Sicherheitswarnung über ein erhöhtes Potenzial zur Auskristallisierung in den Ampullen des Präparats Amiodaron-hameln 50 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung.

Die genaue Ursache für dieses Phänomen wird laut Herstellerangaben derzeit untersucht. Die Produktqualität wird parallel von der Firma engmaschig überwacht.

Empfehlungen

Die Sicherheitswarnung formuliert folgende Kernvorgaben für den klinischen Umgang:

Visuelle Prüfung vor Anwendung

Der Rote-Hand-Brief fordert eine strikte visuelle Kontrolle des sterilen Konzentrats vor jedem Gebrauch. Dabei wird empfohlen, auf folgende Kriterien zu achten:

  • Klarheit der Lösung (Ausschluss von Kristallisation)

  • Vorhandensein von Partikeln

  • Verfärbungen der Flüssigkeit

  • Beschädigungen des Gefäßes

Voraussetzungen für die Verwendung

Die Lösung darf laut Meldung nur dann benutzt werden, wenn sie vollständig klar ist. Zudem wird zwingend vorausgesetzt, dass das Gefäß unbeschädigt und intakt ist.

Kontraindikationen

Die Anwendung der Lösung ist zu unterlassen, wenn die visuelle Prüfung Trübungen, Kristalle, Partikel oder Verfärbungen zeigt. Ebenso darf das Präparat bei Beschädigungen der Ampulle nicht verwendet werden.

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💡Praxis-Tipp

Der Rote-Hand-Brief warnt vor der unkontrollierten Anwendung von Amiodaron-hameln 50 mg/ml. Es wird dringend empfohlen, im klinischen Alltag vor dem Aufziehen der Spritze eine genaue Sichtprüfung der Ampulle gegen das Licht durchzuführen. So können potenziell gefährliche Komplikationen durch intravenös verabreichte Kristalle vermieden werden.

Häufig gestellte Fragen

Das BfArM veröffentlichte die Warnung aufgrund eines erhöhten Potenzials zur Auskristallisierung des Wirkstoffs in den Ampullen. Die genaue Ursache hierfür wird vom Hersteller untersucht.

Laut Rote-Hand-Brief wird eine visuelle Prüfung auf Klarheit, Partikel, Verfärbungen und Beschädigungen des Gefäßes gefordert. Die Lösung darf nur verwendet werden, wenn sie völlig klar ist.

Wenn die Lösung nicht klar ist oder Kristalle aufweist, darf sie gemäß den Sicherheitsvorgaben nicht verabreicht werden. Das Gefäß muss für eine sichere Anwendung zudem unbeschädigt sein.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Amiodaron-hameln 50 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektions-/Infusionslösung: Visuelle Prüfung wegen möglicher Kristallisation erforderlich (BfArM, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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