Mpox & Influenza Impfung: Indikationen und Empfehlung
Hintergrund
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Empfehlungen zur Indikations- und postexpositionellen Impfung gegen Mpox sowie zur saisonalen Influenza-Impfung aktualisiert. Zudem wird auf die zunehmende Relevanz stechmückenübertragener Erkrankungen in Deutschland hingewiesen.
Bei Mpox wurde die Altersgrenze für den Impfstoff Imvanex auf 12 Jahre gesenkt. Gleichzeitig wurde die Zielgruppe für die Indikationsimpfung erweitert, um alle Personen mit erhöhtem Expositionsrisiko zu erfassen, unabhängig von der bisherigen engen Definition.
Die Influenza-Empfehlung reagiert auf die weltweite Ausbreitung hochpathogener aviärer Influenza-Viren (H5Nx). Um Koinfektionen und die Entstehung neuer pandemischer Reassortanten zu verhindern, wird die saisonale Impfung nun gezielt für Personen mit engem Tierkontakt empfohlen.
💡Praxis-Tipp
Bei der Diagnostik von stechmückenübertragenen Erkrankungen wird darauf hingewiesen, dass serologische Tests für verschiedene Flaviviren (wie West-Nil-, Dengue- und Zika-Virus) kreuzreagieren können. Es wird daher empfohlen, eine breite Flavivirus-Serologie durchzuführen und diese bei Bedarf durch PCR-Untersuchungen aus Urin oder Plasma zu ergänzen.
Häufig gestellte Fragen
Laut STIKO-Leitlinie ist der Mpox-Impfstoff Imvanex mittlerweile für Personen ab 12 Jahren zugelassen. Die vorherige Einschränkung auf Erwachsene ab 18 Jahren wurde entsprechend aufgehoben.
Die Leitlinie empfiehlt die saisonale Influenza-Impfung für Personen mit häufigem, direktem Kontakt zu Schweinen, Geflügel, Wildvögeln oder Robben. Dies gilt sowohl für das private Umfeld als auch für berufliche Tätigkeiten in der Nutztierhaltung, in Zoos oder Tierarztpraxen.
Es wird betont, dass die Impfung Koinfektionen mit saisonalen und zoonotischen Influenza-Viren verhindern soll. Dadurch wird laut Leitlinie das Risiko reduziert, dass neue Virusvarianten (Reassortanten) mit pandemischem Potenzial entstehen.
Gemäß der Leitlinie sollen immundefiziente Personen, wie beispielsweise HIV-Infizierte, immer eine zweimalige Impfung erhalten. Dies gilt unabhängig davon, ob in der Vergangenheit bereits eine klassische Pockenimpfung durchgeführt wurde.
Die Leitlinie rät dazu, bei unklaren Enzephalitiden oder Fieber unklaren Ursprungs im Sommer und Frühherbst an eine West-Nil-Virus-Infektion zu denken. Dies wird besonders in den Endemiegebieten Ost- und Nordwestdeutschlands auch ohne vorherige Reiseanamnese empfohlen.
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Quelle: RKI: Influenza (RKI/STIKO, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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