COVID-19-Impfung: Indikation und Auffrischimpfung 2024
Hintergrund
Die STIKO hat im Epidemiologischen Bulletin 2024 ihre Empfehlungen zur COVID-19-Impfung aktualisiert. Ein Großteil der Bevölkerung verfügt mittlerweile über eine hybride Immunität durch Impfungen und durchgemachte SARS-CoV-2-Infektionen.
Diese hybride Immunität bietet laut Leitlinie im Allgemeinen einen guten Schutz vor schweren Krankheitsverläufen. Bei gesunden Personen verlaufen Infektionen mit den derzeit zirkulierenden Varianten überwiegend mild.
Das Risiko für schwere COVID-19-Verläufe nimmt jedoch mit steigendem Alter ab 60 Jahren stetig zu. Die Leitlinie zielt darauf ab, den Impfstatus der Bevölkerung zu überprüfen und durch gezielte Auffrischimpfungen zu vervollständigen.
💡Praxis-Tipp
Ein verlängerter Impfabstand bei der Grundimmunisierung bewirkt laut Leitlinie eine höhere Impfstoffwirksamkeit, einen länger anhaltenden Schutz und ein reduziertes Myokarditis-Risiko. Es wird daher empfohlen, bei einer primären Impfserie einen Abstand von vorzugsweise 12 Wochen (statt 3-4 Wochen) zwischen den ersten beiden Dosen einzuhalten. Zudem wird betont, dass eine alleinige Infektion oder eine 2-malige Impfung ohne weiteren Antigenkontakt längerfristig nicht ausreichend vor schweren Verläufen schützt.
Häufig gestellte Fragen
Die STIKO empfiehlt eine jährliche Auffrischimpfung im Herbst für Personen ab 60 Jahren, Bewohner von Pflegeeinrichtungen und medizinisches Personal. Auch Personen ab 6 Monaten mit relevanten Grundkrankheiten sowie enge Kontaktpersonen von Immunsupprimierten sollen geimpft werden.
Laut Leitlinie können bei Kindern unter 12 Jahren nunmehr beide mRNA-Impfstoffe (Comirnaty und Spikevax) eingesetzt werden. Aktuelle Daten zeigen in dieser Altersgruppe für keinen der beiden Impfstoffe ein erhöhtes Myokarditis-Risiko.
Eine Basisimmunität wird durch mindestens drei Antigenkontakte erreicht, wovon mindestens einer durch eine Impfung erfolgt sein muss. Fehlende Kontakte sollen durch Impfungen ergänzt werden, wobei Infektionen nur mit einem Abstand von mindestens drei Monaten zur letzten Impfung gewertet werden.
Gesunden Erwachsenen unter 60 Jahren sowie gesunden Schwangeren wird derzeit keine jährliche Auffrischimpfung empfohlen. Voraussetzung hierfür ist, dass bereits eine vollständige Basisimmunität aus drei Antigenkontakten besteht.
Bei immundefizienten Personen können laut Leitlinie zusätzliche Impfstoffdosen im Abstand von mindestens vier Wochen erforderlich sein. Es wird empfohlen, die Impfantwort frühestens vier Wochen nach der Gabe serologisch zu überprüfen und die Dosis bei Bedarf im Off-Label-Use zu erhöhen.
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Quelle: RKI: Impfempfehlung-Zusfassung (RKI/STIKO, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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