COVID-19-Impfung: Myokarditis und TTS-Nebenwirkungen

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) aus dem Jahr 2022 analysiert Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach COVID-19-Impfungen in Deutschland. Der Beobachtungszeitraum erstreckt sich vom Beginn der Impfkampagne Ende 2020 bis zum 31.12.2021.

In diesem Zeitraum wurden rund 148 Millionen Impfungen mit den Vakzinen Comirnaty, Spikevax, Vaxzevria und COVID-19 Vaccine Janssen durchgeführt. Die Gesamtmeldungsrate für alle Impfstoffe zusammen lag bei 1,64 pro 1.000 Impfdosen.

Schwerwiegende Reaktionen wurden mit einer Rate von 0,20 Meldungen pro 1.000 Impfdosen berichtet. Der Bericht betont, dass die ganz überwiegende Mehrzahl der Nebenwirkungen vorübergehende lokale und systemische Reaktionen betrifft.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei Personen, die nach einer Impfung mit einem Vektorimpfstoff (Vaxzevria oder Janssen) Symptome einer Thrombose aufweisen, wird eine sofortige Abklärung auf ein Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndrom (TTS) angeraten. Es wird betont, dass hierbei insbesondere auf ungewöhnliche Lokalisationen wie Sinusvenen in Kombination mit einer Thrombozytopenie sowie auf den Nachweis von Anti-PF4-Antikörpern geachtet werden muss.

Häufig gestellte Fragen

Laut PEI-Bericht ist eine Myokarditis oder Perikarditis eine sehr seltene Nebenwirkung mit weniger als 1 Fall pro 10.000 Personen. Besonders betroffen sind junge Männer und männliche Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren, typischerweise nach der zweiten Impfdosis.

Die Daten deuten darauf hin, dass das Risiko einer Myo-/Perikarditis bei jüngeren Menschen nach der Gabe von Spikevax höher ist als nach Comirnaty. Aus diesem Grund empfiehlt die STIKO vorsorglich Comirnaty für Personen unter 30 Jahren.

Der Bericht zeigt kein Risikosignal für Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Lungenembolien nach der Impfung. Die gemeldete Zahl dieser Ereignisse war niedriger als der statistisch zufällige Erwartungswert in der Bevölkerung.

Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine bekannte, sehr seltene Nebenwirkung der Adenovektor-basierten Impfstoffe (Vaxzevria und Janssen). Für die mRNA-Impfstoffe konnte laut PEI bisher kein entsprechender Zusammenhang hergestellt werden.

Die Auswertung der Meldungen weist darauf hin, dass die Melderate von Verdachtsfällen nach einer Booster-Impfung deutlich geringer ausfällt als nach der Grundimmunisierung. Dies gilt auch für das Risiko einer Myokarditis nach der dritten mRNA-Impfdosis.

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Quelle: AkdÄ: Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vom (AkdÄ, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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