COVID-19-Impfmonitoring: RKI-Monatsbericht
Hintergrund
Der Monatsbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mai 2023 bietet einen abschließenden Überblick über das COVID-19-Impfgeschehen in Deutschland. Mit dem Erreichen einer hohen Bevölkerungsimmunität und einer endemischen Viruszirkulation wird die Impfung in das Regelsystem überführt.
Seit Beginn der Impfkampagne im Dezember 2020 wurden bundesweit über 192 Millionen Impfdosen verabreicht. Die regelmäßige Berichterstattung in Form dieses umfassenden Monatsberichts wird nun eingestellt. Das RKI führt jedoch weiterhin ein anlassbezogenes Monitoring der Impfquoten und der Impfwirksamkeit durch.
Die zugrundeliegenden Daten basieren auf dem digitalen Impfquotenmonitoring (DIM) sowie den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG). Sie dienen der kontinuierlichen Überwachung der Impfakzeptanz und der Schutzwirkung der eingesetzten Vakzine in verschiedenen Altersgruppen.
Empfehlungen
Der RKI-Monatsbericht vom Mai 2023 fasst die zentralen Erkenntnisse zum Impfgeschehen zusammen. Es werden folgende Kernaspekte hervorgehoben:
Impfquoten und Impflücken
Der Bericht zeigt den aktuellen Stand der Immunisierung in der Bevölkerung auf:
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Etwa 85,5 % der erwachsenen Bevölkerung sind grundimmunisiert.
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Eine erste Auffrischimpfung haben 73,1 % der Erwachsenen erhalten.
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Bei Personen ab 60 Jahren sowie in der Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen bestehen weiterhin relevante Impflücken bei den Auffrischimpfungen.
Es wird betont, dass jede Gelegenheit genutzt werden sollte, um den Impfschutz bei besonders vulnerablen Personen in Langzeitpflegeeinrichtungen zu vervollständigen.
Impfeffektivität und Auffrischimpfungen
Die Auswertungen der Meldedaten und klinischen Studien zeigen eine anhaltend hohe Effektivität der Auffrischimpfung vor schweren COVID-19-Verläufen.
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Für die Grundimmunisierung zeigt sich insbesondere bei Personen ab 60 Jahren ein deutliches Absinken der Schutzwirkung über die Zeit.
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Bisher nicht erfolgte Auffrischimpfungen in dieser Altersgruppe sollten daher dringend nachgeholt werden.
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Für Hochbetagte und Personen mit Immundefizienz verweist das Dokument auf die STIKO-Empfehlung für eine mögliche fünfte Impfstoffdosis.
Hybride Immunität und Risikobewertung
Internationale Daten belegen, dass eine hybride Immunität (Impfung plus durchgemachte Infektion) einen sehr hohen und langanhaltenden Schutz von über 95 % vor schweren Verläufen bietet.
Gleichzeitig wird hervorgehoben, dass ungeimpfte Personen ein deutlich erhöhtes Risiko für eine COVID-19-bedingte Hospitalisierung aufweisen. Der Bericht quantifiziert dieses Risiko im Vergleich zu Personen mit Auffrischimpfung wie folgt:
| Altersgruppe | Erhöhtes Hospitalisierungsrisiko (Ungeimpfte vs. Aufgefrischte) |
|---|---|
| 12 bis 17 Jahre | 3,1-fach |
| 18 bis 59 Jahre | 3,3-fach |
| ab 60 Jahre | 4,5-fach |
💡Praxis-Tipp
Laut RKI-Bericht sinkt die Effektivität der reinen Grundimmunisierung vor schweren Verläufen insbesondere bei Personen ab 60 Jahren deutlich ab. Es wird daher betont, den Impfstatus bei älteren und vulnerablen Personen in der Praxis aktiv zu überprüfen. Gegebenenfalls sollte eine ausstehende Auffrischimpfung oder eine von der STIKO empfohlene weitere Impfstoffdosis zeitnah verabreicht werden.
Häufig gestellte Fragen
Laut RKI-Bericht bietet eine hybride Immunität aus Impfung und durchgemachter Infektion einen sehr hohen Schutz. Die Effektivität gegen schwere Verläufe durch die Omikron-Variante liegt anhaltend bei über 95 Prozent.
Der Bericht erklärt, dass bei einer hohen Durchimpfungsrate der Bevölkerung rein statistisch auch der absolute Anteil der Geimpften unter den Erkrankten steigt. Dies ist kein Zeichen für einen fehlenden Impfschutz, da die Impfung weiterhin zuverlässig vor schweren Verläufen schützt.
Ja, das Dokument weist darauf hin, dass die COVID-19-Impfung aufgrund der erreichten Bevölkerungsimmunität in das Regelsystem überführt wird. Die Aufnahme in die allgemeinen STIKO-Impfempfehlungen 2023 steht unmittelbar bevor.
Die Auswertungen zeigen, dass ungeimpfte Personen ab 60 Jahren ein 4,5-fach höheres Risiko für eine COVID-19-bedingte Hospitalisierung haben. Auch bei jüngeren Erwachsenen ist das Risiko im Vergleich zu Personen mit Auffrischimpfung mehr als dreifach erhöht.
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Quelle: RKI: Monatsbericht-Impfung (RKI/STIKO, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.