COVID-19-Impfstoffe: Nebenwirkungen und Komplikationen

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) von 2022 analysiert die gemeldeten Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen der COVID-19-Impfstoffe. Der Beobachtungszeitraum erstreckt sich vom Beginn der Impfkampagne im Dezember 2020 bis Ende März 2022.

In diesem Zeitraum wurden in Deutschland über 172 Millionen Impfungen durchgeführt. Die Melderate betrug insgesamt 1,7 Meldungen pro 1.000 Impfdosen, wobei schwerwiegende Reaktionen mit 0,2 Meldungen pro 1.000 Dosen sehr selten waren.

Es wurden die zugelassenen Impfstoffe Comirnaty, Spikevax, Vaxzevria, Jcovden (Janssen) und Nuvaxovid überwacht. Der Bericht vergleicht die Melderaten mit der statistisch zu erwartenden Hintergrundinzidenz, um neue Risikosignale zu identifizieren.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht hebt hervor, dass das Risiko für eine Myokarditis oder Perikarditis bei jungen Männern unter 30 Jahren nach der Impfung mit Spikevax signifikant höher ist als nach Comirnaty. Es wird daher auf die STIKO-Empfehlung verwiesen, in dieser Altersgruppe präferenziell Comirnaty einzusetzen.

Häufig gestellte Fragen

Laut PEI-Sicherheitsbericht liegt die Melderate für schwerwiegende Reaktionen bei 0,2 Meldungen pro 1.000 Impfdosen. Dies entspricht einem sehr seltenen Auftreten im Verhältnis zu den verabreichten Dosen.

Aufgrund eines erhöhten Risikos für Myokarditis nach der Gabe von Spikevax empfiehlt die STIKO für Personen unter 30 Jahren den Einsatz von Comirnaty. Der Bericht bestätigt, dass die Myokarditis-Melderate bei Spikevax höher ausfällt.

Die Analysen des PEI zeigen kein Risikosignal für eine erhöhte Sterblichkeit. Die Anzahl der gemeldeten Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung überschreitet nicht die statistisch zu erwartende Hintergrundinzidenz.

Der Bericht stellt fest, dass die Melderate von Nebenwirkungen nach Auffrischimpfungen (Booster) mit mRNA-Impfstoffen insgesamt niedriger ist als nach der Grundimmunisierung.

Für Vaxzevria wurde ein signifikantes Risikosignal für Sinus- und Hirnvenenthrombosen sowie für das Thrombose-mit-Thrombozytopenie-Syndrom (TTS) identifiziert. Für klassische Lungenembolien oder Myokardinfarkte ergab sich bei keinem Impfstoff ein Signal.

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Quelle: AkdÄ: Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vom (AkdÄ, 2022). Originaldokument ansehen

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