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Pulmonale Hypertonie (PH): Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die DGK-Leitlinie (2022) definiert die pulmonale Hypertonie (PH) durch einen mittleren pulmonal arteriellen Druck (PAPm) von über 20 mmHg in Ruhe. Die Erkrankung wird klinisch in fünf Gruppen eingeteilt, um Entitäten mit ähnlicher Pathophysiologie und Therapie zusammenzufassen.

Weltweit stellen Linksherzerkrankungen die häufigste Ursache dar, gefolgt von Lungenerkrankungen. Die pulmonal arterielle Hypertonie (PAH, Gruppe 1) kann idiopathisch, hereditär oder assoziiert mit anderen Erkrankungen auftreten.

Die Symptome der PH sind oft unspezifisch und primär durch eine rechtsventrikuläre Dysfunktion bedingt. Dyspnoe bei Anstrengung gilt als wichtigstes Frühsymptom, weshalb eine frühzeitige differenzialdiagnostische Abklärung essenziell ist.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler in der Praxis ist die empirische Gabe von Kalziumantagonisten bei pulmonaler Hypertonie. Die Leitlinie betont, dass diese Medikamente ausschließlich bei idiopathischer, hereditärer oder Medikamenten-assoziierter PAH eingesetzt werden sollen, wenn in der Rechtsherzkatheteruntersuchung eine positive akute Vasoreaktivität vorliegt. Bei allen anderen Formen der PH oder bei Non-Respondern wird von einer Therapie mit Kalziumantagonisten abgeraten.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist die pulmonale Hypertonie durch einen mittleren pulmonal arteriellen Druck (PAPm) von über 20 mmHg in Ruhe definiert. Diese hämodynamische Definition erfordert eine Messung mittels Rechtsherzkatheteruntersuchung.

Die Leitlinie empfiehlt bei einer PH durch Linksherzerkrankungen primär die Optimierung der Therapie der zugrunde liegenden kardialen Erkrankung. Der Einsatz von spezifischen PAH-Medikamenten wird in dieser Gruppe ausdrücklich nicht empfohlen.

Bei der CTEPH wird gemäß Leitlinie bei allen Betroffenen eine lebenslange therapeutische Antikoagulation empfohlen. Als Therapie der Wahl bei chirurgisch zugänglichen Obstruktionen gilt die pulmonale Endarteriektomie (PEA).

Für die Verlaufskontrolle empfiehlt die Leitlinie ein Vier-Strata-Modell. Dieses bewertet das Risiko primär anhand der WHO-Funktionsklasse, der 6-Minuten-Gehstrecke und den Werten der natriuretischen Peptide (BNP oder NT-proBNP).

Die Leitlinie empfiehlt die Rechtsherzkatheteruntersuchung zur Bestätigung der Diagnose, insbesondere bei Verdacht auf PAH oder CTEPH. Sie sollte in spezialisierten Zentren durchgeführt werden, um Therapieentscheidungen zu unterstützen.

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Quelle: Pocket-Leitlinie: Pulmonale Hypertonie (Version 2022) (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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