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DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)Kardiologie

Ambulante Kardiologie 2025: Leitlinie (DGK)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die Master Pocket-Leitlinie 2025 fasst ESC-Leitlinien für den ambulanten Bereich zusammen.
  • Neue Algorithmen für 2025 umfassen pAVK, Vorhofflimmern, chronisches Koronarsyndrom und Hypertonie.
  • Die kardiovaskuläre Prävention erfolgt in einem zweistufigen Ansatz basierend auf dem 10-Jahres-CVD-Risiko.
  • Zur systematischen Risikoeinschätzung bei scheinbar Gesunden wird der SCORE2 bzw. SCORE2-OP empfohlen.
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Hintergrund

Die Master Pocket-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) fasst die aktuellen Leitlinien der European Society of Cardiology (ESC) für den ambulanten Bereich zusammen. Die Version 2025 enthält aktualisierte Algorithmen zu pAVK, Aortenerkrankungen, Vorhofflimmern, chronischem Koronarsyndrom und erhöhtem Blutdruck. Zudem wurden Aspekte der Gendiagnostik und Herzklappenerkrankungen ergänzt.

Empfehlungsklassen und Evidenzgrade

Die Leitlinie klassifiziert Empfehlungen nach folgendem System:

KlasseDefinitionFormulierung
IEvidenz/Übereinkunft, dass Maßnahme effektiv und nützlich istwird empfohlen / ist indiziert
IIaEvidenz/Meinung favorisiert Nutzen/Effektivitätsollte erwogen werden
IIbNutzen/Effektivität ist weniger gut belegtkann erwogen werden
IIIMaßnahme ist nicht effektiv/nützlich, potenziell schädlichwird nicht empfohlen
EvidenzgradDatenbasis
AMehrere randomisierte klinische Studien (RCTs) oder Meta-Analysen
BEine RCT oder mehrere große nicht-randomisierte Studien
CExpertenkonsens, kleine Studien, retrospektive Studien, Register

Kardiovaskuläre Prävention und Risikostratifizierung

Die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) erfolgt in einem schrittweisen Ansatz. Patienten werden zunächst in Kategorien eingeteilt:

  • Scheinbar gesunde Personen
  • Patienten mit nachgewiesener atherosklerotischer Herz-Kreislauferkrankung (ASCVD)
  • Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2
  • Patienten mit spezifischen Risikofaktoren (z. B. chronische Nierenerkrankung [CKD], familiäre Hypercholesterinämie [FH])

Stufenschema der Prävention

StufeMaßnahmen und Ziele
Schritt 1Abschätzung des 10-Jahres-CVD-Risikos. Berücksichtigung von Risikomodifikatoren, Lebenszeit-Risiko, Behandlungsnutzen und Patientenpräferenzen. Festlegung optimaler Präventionsziele.
Schritt 2Festlegung verschärfter Präventions- und Behandlungsziele basierend auf dem 10-Jahres-Risiko, Lebenszeit-Risiko, Komorbiditäten und Patientenpräferenzen.

Systematische Risikoeinschätzung (SCORE2 / SCORE2-OP)

Für scheinbar gesunde Personen in Bevölkerungsgruppen mit mäßigem CVD-Risiko wird die Nutzung des SCORE2 (bzw. SCORE2-OP für ältere Personen) zur Abschätzung des 10-Jahres-Risikos für tödliche und nicht-tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Myokardinfarkt, Schlaganfall) empfohlen.

Der Score berücksichtigt folgende Parameter:

  • Alter (< 50 Jahre, 50-69 Jahre, ≥ 70 Jahre)
  • Geschlecht
  • Raucherstatus (Raucher / Nichtraucher)
  • Systolischer Blutdruck (ohne Medikamente, in mmHg)
  • Nicht-HDL-Cholesterin (in mmol/l oder mg/dl)

💡Praxis-Tipp

Nutzen Sie bei scheinbar gesunden Patienten routinemäßig den SCORE2 bzw. SCORE2-OP zur Abschätzung des 10-Jahres-Risikos für kardiovaskuläre Ereignisse, um präventive Maßnahmen zielgerichtet einzuleiten.

Häufig gestellte Fragen

Sie enthält aktualisierte Algorithmen zu pAVK, Vorhofflimmern, chronischem Koronarsyndrom und erhöhtem Blutdruck sowie neue Grafiken zur Gendiagnostik und zu Herzklappenerkrankungen.
Es besteht Evidenz oder allgemeine Übereinkunft, dass eine Maßnahme effektiv und nützlich ist. Sie 'wird empfohlen' oder 'ist indiziert'.
Alter, Geschlecht, Raucherstatus, systolischer Blutdruck (unbehandelt) und das Nicht-HDL-Cholesterin.
In einem zweistufigen Ansatz: Schritt 1 umfasst die Basis-Risikoabschätzung und Zielsetzung, Schritt 2 definiert verschärfte Ziele unter Einbezug von Komorbiditäten und Patientenpräferenzen.

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