Psychoonkologie: Screening, Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Psychoonkologie befasst sich mit den psychosozialen Belastungen von Krebspatienten und deren Angehörigen. Die AWMF-Leitlinie 032-051 formuliert evidenzbasierte Empfehlungen für die Diagnostik, Beratung und Behandlung in allen Phasen der Krebserkrankung.

Krebspatienten sind häufig mit körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Problemen konfrontiert. Zu den häufigsten subsyndromalen Belastungen zählen Distress, Ängste, Progredienzangst und Depressivität.

Eine frühzeitige psychoonkologische Versorgung zielt darauf ab, die Krankheitsverarbeitung zu unterstützen und die Lebensqualität zu erhalten. Dabei wird ein interdisziplinärer Ansatz unter Einbeziehung verschiedener Berufsgruppen empfohlen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist nachdrücklich auf die Interaktionsrisiken von Psychopharmaka in der Onkologie hin. Es wird bei Brustkrebspatientinnen unter Tamoxifen vor der Gabe von starken CYP2D6-Inhibitoren wie Paroxetin oder Fluoxetin gewarnt, da diese die Wirksamkeit der Krebstherapie reduzieren können. Zudem wird bei Patienten mit ZNS-Tumoren ein erhöhtes Krampfrisiko durch bestimmte Antidepressiva wie Bupropion oder trizyklische Antidepressiva betont.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt den Einsatz validierter Instrumente wie das Distress-Thermometer (DT), die Hospital Anxiety and Depression Scale (HADS) oder den Fragebogen zur Belastung von Krebspatienten (FBK). Zusätzlich soll immer der subjektive Unterstützungsbedarf erfragt werden.

Laut Leitlinie richtet sich die Indikation nach dem individuellen Bedarf, der Krankheitsphase und dem Wunsch der Betroffenen. Bei subsyndromalen Belastungen wird eine psychotherapeutische Intervention empfohlen, bei geringer Belastung genügen oft Information und psychosoziale Beratung.

Es wird stark empfohlen, das Übermitteln schlechter Nachrichten in einem persönlichen Kontakt durchzuführen. Nur in begründeten Ausnahmesituationen oder auf ausdrücklichen Wunsch der Betroffenen können telemedizinische Medien genutzt werden.

Gemäß der Leitlinie sollten bei einem hohen Blutungsrisiko bevorzugt Antidepressiva mit geringer Affinität zum Serotonin-Transporter eingesetzt werden. Hierzu zählen beispielsweise Mirtazapin, Bupropion, Trazodon oder Trimipramin.

Die Leitlinie empfiehlt eine multimodale Behandlung, bei der zunächst somatische Ursachen wie Schmerzen oder Hitzewallungen optimiert werden. Eine psychopharmakologische Therapie sollte nur nach strenger Indikationsstellung und unter Berücksichtigung der spezifischen S3-Leitlinien zu Schlafstörungen erfolgen.

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Quelle: AWMF 032-051: Psychoonkologische Diagnostik, Beratung und Behandlung von erwachsenen Krebspatient*innen (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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