Psychoonkologie: Screening, Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie befasst sich mit der psychoonkologischen Diagnostik, Beratung und Behandlung von erwachsenen Krebspatienten. Ziel ist es, die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen in allen Krankheitsphasen zu erhalten oder zu verbessern.

Krebspatienten sind im Verlauf ihrer Erkrankung mit vielfältigen körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Problemen konfrontiert. Häufige subsyndromale Belastungen umfassen Distress, Ängste, Progredienzangst und Depressivität.

Die psychoonkologische Versorgung zeichnet sich durch einen interdisziplinären und multiprofessionellen Ansatz aus. Sie umfasst unter anderem psychosoziale Beratung, Psychoedukation, psychotherapeutische Interventionen sowie künstlerische Therapien.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Praxis-Hinweis der Leitlinie betrifft die Interaktion von Psychopharmaka mit der onkologischen Therapie. Es wird dringend empfohlen, bei Brustkrebspatientinnen unter Tamoxifen auf SSRI wie Paroxetin oder Fluoxetin zu verzichten, da diese über eine CYP2D6-Inhibition die Wirksamkeit der Krebstherapie herabsetzen und die Mortalität erhöhen können. Zudem ist bei ZNS-Tumoren das erhöhte Krampfrisiko durch bestimmte Antidepressiva zu beachten.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt validierte Instrumente wie das Distress-Thermometer (DT), die Hospital Anxiety and Depression Scale (HADS) oder den Fragebogen zur Belastung von Krebspatienten (FBK). Auch der PHQ-9 und die GAD-7 können eingesetzt werden.

Laut Leitlinie soll das Übermitteln schlechter Nachrichten ("bad news") in einem persönlichen Kontakt erfolgen. Telefonische oder digitale Übermittlungen sollten nur in begründeten Ausnahmesituationen oder auf ausdrücklichen Wunsch stattfinden.

Eine psychotherapeutische Einzel- oder Gruppenintervention wird bei Patienten mit einer Anpassungsstörung oder subsyndromalen psychischen Belastungen empfohlen. Sie dient der Reduktion von Depressivität, Angst und allgemeiner psychischer Belastung.

Bei einem hohen Blutungsrisiko sollten gemäß Leitlinie Antidepressiva mit geringer Affinität zum Serotonin-Transporter bevorzugt werden. Dazu zählen beispielsweise Mirtazapin, Trazodon, Trimipramin oder Bupropion.

Entspannungsverfahren werden unabhängig vom Belastungsgrad zur Reduktion von Angst, Depressivität, Fatigue und Übelkeit empfohlen. Sie tragen zudem zur Steigerung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bei.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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