Präzisionsonkologie: Indikation und Evidenzlevel

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Onkopedia|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Onkopedia-Leitlinie definiert die Präzisionsonkologie als den Einsatz einer breiten molekularen Tumorcharakterisierung zur personalisierten Therapiesteuerung. Während molekular stratifizierte Therapien bei vielen Entitäten bereits Standard sind, zielt die erweiterte Diagnostik auf die Identifikation entitätsübergreifender oder komplexer Biomarker ab.

Laut Leitlinie erfordert die Interpretation dieser komplexen molekularen Alterationen eine multidisziplinäre Expertise. Dies gilt insbesondere, wenn die Befunde nicht durch aktuelle entitätsspezifische Leitlinien abgedeckt sind.

Zudem wird betont, dass prädiktive Biomarker sowohl auf einzelnen Genveränderungen als auch auf komplexen Signaturen wie der Tumormutationslast (TMB) beruhen können. Der Nachweis erfolgt zunehmend über Hochdurchsatzverfahren auf DNA-, RNA- oder Proteinebene.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass Liquid-Biopsy-Verfahren bei der Detektion von Fusionsgenen und Amplifikationen aktuell noch eine geringere Sensitivität als Gewebebiopsien aufweisen. Daher bleibt die Gewebediagnostik in der Primärdiagnostik der Standard, während die Liquid Biopsy primär für Rezidivsituationen mit schwieriger Materialgewinnung empfohlen wird.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist eine Vorstellung im molekularen Tumorboard indiziert, wenn komplexe, nicht durch Leitlinien abgedeckte Befunde vorliegen. Dies ist meist nach Ausschöpfen der Standardtherapien oder bei unklaren molekularen Varianten der Fall.

Es wird eine multidisziplinäre Zusammensetzung gefordert. Dazu gehören mindestens die internistische Onkologie, Pathologie, Molekularpathologie, Molekularbiologie, Bioinformatik und Humangenetik.

Gemäß der Leitlinie existieren in Europa derzeit entitätsübergreifende Zulassungen für NTRK-Inhibitoren beim Vorliegen von NTRK-Fusionen sowie für RET-Inhibitoren bei RET-Fusionen.

Das Evidenzlevel m1 bezieht sich auf Daten zur Wirksamkeit eines Biomarkers in der gleichen Tumorentität der betroffenen Person. Das Level m2 beschreibt eine nachgewiesene Wirksamkeit des Biomarkers in einer anderen Tumorentität.

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Quelle: Präzisionsonkologie (Onkopedia). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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