Perioperative Schmerztherapie: Leitlinien-Empfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Akute Schmerzen nach Operationen oder Traumata sind häufig und können bei unzureichender Behandlung zu chronischen Schmerzen führen. Die AWMF-S3-Leitlinie bietet ein evidenzbasiertes Konzept zur Optimierung der perioperativen Schmerztherapie.

Im Mittelpunkt steht ein interdisziplinärer und interprofessioneller Ansatz. Die Leitlinie betont, dass eine effektive und nebenwirkungsarme Schmerztherapie ein wesentliches Ziel der perioperativen Medizin darstellt.

Neben pharmakologischen Ansätzen werden auch nicht-medikamentöse Verfahren sowie organisatorische Strukturen wie der Akutschmerzdienst (ASD) berücksichtigt. Zudem liefert das Dokument prozedurenspezifische Empfehlungen für häufige chirurgische Eingriffe.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass absolute Schmerzfreiheit nicht das primäre Ziel der postoperativen Schmerztherapie ist. Stattdessen wird empfohlen, die Therapie an der subjektiven Erträglichkeit und der funktionellen Beeinträchtigung (z.B. bei Atmung oder Mobilisation) auszurichten. Eine rein numerische Schmerzerfassung ohne Berücksichtigung der Funktionseinschränkung wird als unzureichend bewertet.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sollen Nicht-Opioid-Analgetika (NOPA) als Basis im Rahmen eines balancierten Analgesieregimes verabreicht werden. Dabei wird NSAR, COX-2-Hemmern und Metamizol aufgrund der besseren Analgesiequalität der Vorzug vor Paracetamol gegeben.

Die Leitlinie rät von einem routinemäßigen Einsatz von Gabapentin oder Pregabalin ab. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Substanzen perioperativ keine klinisch relevanten Vorteile bringen und mit Nebenwirkungen wie Schwindel und Sehstörungen assoziiert sind.

Gemäß den Dosierungsangaben der Leitlinie beträgt die maximale Tagesdosis für Ibuprofen bei Erwachsenen mit normaler Nierenfunktion 2400 mg. Die Einzeldosis wird mit 200 bis 800 mg angegeben.

Es wird empfohlen, Ketamin bei mittleren bis größeren Eingriffen oder bei einem hohen Risiko für starke postoperative Schmerzen einzusetzen. Die Leitlinie sieht den Einsatz im Rahmen einer multimodalen Analgesie vor, um den Opioidbedarf zu senken.

Bei dieser Personengruppe empfiehlt die Leitlinie, zusätzlich zur Selbsteinschätzung eine Fremdeinschätzung durchzuführen. Diese soll systematisch anhand nonverbaler Schmerzäußerungen und validierter Verhaltensskalen erfolgen.

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Quelle: Behandlung akuter perioperativer und posttraumatischer Schmerzen (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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