pAVK: Diagnostik, Therapie und Leitlinien-Empfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ist eine chronische, meist atherosklerotisch bedingte Durchblutungsstörung der Extremitäten. Die Prävalenz steigt mit dem Alter stark an und betrifft ab dem 70. Lebensjahr bis zu 20 % der Bevölkerung.

Klinisch wird zwischen der Claudicatio intermittens (Schaufensterkrankheit) und der chronischen extremitätenbedrohenden Ischämie (CLTI) unterschieden. Bei der CLTI liegen Ruheschmerzen oder bereits trophische Gewebeläsionen vor, was ein hohes Amputationsrisiko bedeutet.

Personen mit pAVK weisen ein hohes kardiovaskuläres Gesamtrisiko auf. Die Leitlinie betont die häufige Koinzidenz mit koronarer Herzerkrankung, Herzinsuffizienz, Diabetes mellitus und Niereninsuffizienz, was die Prognose maßgeblich beeinflusst.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein normaler oder erhöhter Knöchel-Arm-Index (ABI > 1,3) schließt eine pAVK nicht sicher aus, da insbesondere bei Vorliegen eines Diabetes mellitus häufig eine Mediasklerose besteht, die zu falsch-hohen Werten führt. In diesen Fällen wird ergänzend die Bestimmung des Zehen-Arm-Index (TBI) oder die Beurteilung des Dopplerfrequenzspektrums empfohlen, um eine maskierte Ischämie nicht zu übersehen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie gilt ein Knöchel-Arm-Index (ABI) von ≤ 0,9 als beweisend für das Vorliegen einer relevanten pAVK. Werte über 1,3 deuten auf eine Mediasklerose hin und erfordern weitere Diagnostik wie den Zehen-Arm-Index.

Bei symptomatischer pAVK wird eine dauerhafte Thrombozytenaggregationshemmung empfohlen, wobei Clopidogrel (75 mg/Tag) gegenüber ASS (100 mg/Tag) bevorzugt werden sollte. Bei asymptomatischer pAVK wird eine routinemäßige Plättchenhemmung nicht empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt bei der Claudicatio intermittens primär eine konservative Therapie mit einem strukturierten Gehtraining über 3 bis 6 Monate. Erst bei ausbleibender Besserung und hohem Leidensdruck kann eine endovaskuläre oder offen-chirurgische Revaskularisation erwogen werden.

Der WIfI-Score (Wound, Ischemia, foot Infection) wird zur Einschätzung des Schweregrads einer chronischen extremitätenbedrohenden Ischämie (CLTI) herangezogen. Er hilft dabei, das Amputationsrisiko objektiv zu beurteilen und die Dringlichkeit einer Revaskularisation festzulegen.

Die Leitlinie stellt fest, dass die Verwendung von Paclitaxel-beschichteten Ballons (DCB) und Stents bei peripheren Interventionen nicht mit einer erhöhten Kurz- oder Langzeitmortalität assoziiert ist. Sie werden im femoropoplitealen Segment empfohlen, da sie die Restenoserate signifikant senken.

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Quelle: Diagnostik, Therapie und Nachsorge der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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