Parkinson-Krankheit: Diagnostik und Therapie-Empfehlung
Hintergrund
Die AWMF-Leitlinie empfiehlt, zukünftig den Begriff Parkinson-Krankheit (PK) anstelle von idiopathischem Parkinson-Syndrom zu verwenden.
Dies wird damit begründet, dass eine relevante Anzahl der Fälle durch genetische Varianten verursacht wird und somit nicht rein idiopathischer Natur ist.
Das Dokument bietet umfassende evidenz- und konsensbasierte Empfehlungen zur klinischen und apparativen Diagnostik sowie zur medikamentösen und operativen Behandlung der motorischen und nicht-motorischen Symptome.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie betont das erhöhte Risiko für Impulskontrollstörungen (wie Spielsucht, Kaufsucht oder Hypersexualität) unter der Therapie mit Dopaminagonisten. Es wird eine entsprechende Aufklärung von Betroffenen und Angehörigen vor Therapiebeginn sowie eine schrittweise Dosisreduktion bei Auftreten der Symptomatik empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Zur Diagnosestellung wird die Anwendung der MDS-Kriterien von 2015 empfohlen. Ein langfristiges klinisches Follow-up über mehr als fünf Jahre verbessert die Diagnosegenauigkeit laut Leitlinie erheblich.
Eine genetische Untersuchung wird bei einer Krankheitsmanifestation vor dem 50. Lebensjahr empfohlen. Ebenso ist sie indiziert, wenn mehrere Verwandte ersten oder zweiten Grades an einem Parkinson-Syndrom erkrankt sind.
Die Leitlinie empfiehlt primär die Einstellung mit Levodopa oder Dopaminagonisten, worunter sich der Tremor meist mitbessert. Bei pharmakoresistentem Tremor kann im Einzelfall eine Tiefe Hirnstimulation erwogen werden.
Zur Reduktion von Levodopa-induzierten Dyskinesien wird der Einsatz von Amantadin empfohlen. Dabei muss das Risiko für anticholinerge und halluzinogene Nebenwirkungen, insbesondere bei älteren Menschen, berücksichtigt werden.
Die THS wird bei konservativ nicht ausreichend behandelbaren motorischen Fluktuationen oder schwerem Tremor empfohlen. Voraussetzung ist eine mindestens 33-prozentige Verbesserung der Symptome im standardisierten Levodopa-Test.
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Quelle: Parkinson-Krankheit (AWMF). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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