Osteoporotische Wirbelfrakturen: Diagnostik & Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Osteoporotische Wirbelkörperfrakturen gehören zu den häufigsten Frakturen der älteren Bevölkerung. Die Prävalenz steigt mit zunehmendem Alter deutlich an und ist mit einer hohen Fünf-Jahres-Mortalität assoziiert.

Die Frakturen führen häufig zu einer zunehmenden Kyphosierung der Wirbelsäule. Dies resultiert in einer Verlagerung des Körperschwerpunktes nach ventral und einem erhöhten Risiko für Anschlussfrakturen.

Eine strukturierte Diagnostik und stadiengerechte Therapie sind essenziell, um Schmerzen zu lindern und die Mobilität zu erhalten. Die AWMF-Leitlinie liefert hierfür einen standardisierten Behandlungsalgorithmus.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, Bettruhe als primäre Therapieform bei osteoporotischen Wirbelfrakturen einzusetzen. Es wird betont, dass eine Immobilisation zu raschem Muskelabbau und kardiopulmonaler Dekonditionierung führt, weshalb eine schnellstmögliche, schmerzadaptierte Mobilisation angestrebt werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird die Operationsindikation primär über den OF-Score gestellt. Bei einem Wert von über 6 Punkten oder bei neu aufgetretenen neurologischen Ausfällen wird eine operative Therapie empfohlen.

Initial wird ein Röntgenbild im Stehen empfohlen. Bei unklaren Befunden oder zur Bestimmung des Frakturalters rät die Leitlinie zu einer MRT-Untersuchung mit STIR-Sequenz.

Die Leitlinie spricht keine generelle Empfehlung für eine Orthesenbehandlung aus. Die Entscheidung sollte individuell getroffen werden, wobei Aktivorthesen aufgrund ihres muskelstimulierenden Effekts bevorzugt werden sollten.

Es wird empfohlen, bei der Kyphoplastie ein maximales Zementvolumen von nicht mehr als 30 Prozent des Wirbelkörpervolumens zu applizieren. Dies soll das Risiko für sekundäre Frakturen durch eine zu hohe Steifigkeit minimieren.

Es werden klinische und radiologische Kontrollen im Stehen empfohlen, insbesondere frühzeitig nach der Erstmobilisation sowie nach drei Monaten. Zudem soll die Adhärenz zur antiosteoporotischen Medikation überprüft werden.

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Quelle: Diagnostik und Therapie osteoporotischer thorakolumbaler Wirbelfrakturen (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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