Osteoporose: Training zur Fraktur- & Sturzprophylaxe

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Osteoporose und niedrig-traumatische Frakturen stellen ein zentrales Problem im Gesundheitssystem dar. Die AWMF-S3-Leitlinie "Körperliches Training zur Frakturprophylaxe" adressiert postmenopausale Frauen und Männer ab 45 Jahren mit normaler Knochendichte, Osteopenie oder Osteoporose.

Körperliches Training gilt als kosteneffiziente Maßnahme zur Frakturprophylaxe. Die Leitlinie definiert dabei die Erhöhung der Knochenfestigkeit, die Reduktion der Sturzhäufigkeit sowie die Verbesserung des Sturzablaufes als primäre Trainingsziele.

Die Auswahl der Trainingsinhalte richtet sich nach dem individuellen Risikoprofil. Bei manifester Osteoporose mit Frakturen rückt die Sturzprävention in den Vordergrund, während bei Osteopenie der Erhalt der Knochenmasse priorisiert wird.

RisikogruppePrimäre Trainingsziele
Osteopenie ohne erhöhtes SturzrisikoErhalt/Erhöhung der Knochenfestigkeit
Osteoporose ohne Fraktur und SturzrisikoErhalt/Erhöhung der Knochenfestigkeit
Osteoporose mit SturzrisikofaktorenKnochenfestigkeit, Sturzreduktion, Sturzablauf
Osteoporose mit Frakturen und SturzrisikoSturzreduktion, Sturzablauf, Knochenfestigkeit
Multiple Frakturen und geringe BelastbarkeitSturzreduktion, Verbesserung des Sturzablaufes
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler in der Praxis ist die Annahme, dass Ausdauersportarten wie Walking, Schwimmen oder Radfahren ausreichen, um die Knochenfestigkeit zu verbessern. Die Leitlinie stellt klar, dass diese Trainingsformen den Knochen mechanisch zu wenig belasten und daher durch dynamisches Krafttraining oder gewichtstragende Übungen (Impact-Belastungen) ergänzt werden müssen. Zudem wird davor gewarnt, Krafttraining bei älteren Menschen bis zur absoluten muskulären Ausbelastung (Muskelversagen) durchzuführen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt zur Verbesserung der Knochenfestigkeit eine Trainingshäufigkeit von mindestens zweimal pro Woche. Steht die Sturzprävention im Vordergrund, wird eine Frequenz von circa dreimal pro Woche empfohlen.

Wassergymnastik wird als Trainingsoption bewertet, insbesondere für Personen mit Gelenkproblemen oder geringer Leistungsfähigkeit. Leistungsfähige Personen sollten jedoch laut Leitlinie ein landbasiertes Training vorziehen, da die mechanische Belastung auf den Knochen an Land höher ist.

Ja, ein dynamisches Krafttraining ist nach ärztlicher Freigabe und Abklingen der akuten Schmerzphase (4 bis 12 Wochen) indiziert. Es wird jedoch dringend empfohlen, hohe Kompressionsbelastungen, Sprünge sowie endgradige Flexion oder Extension der Wirbelsäule zu vermeiden.

Ganzkörper-Vibrationstraining (WBV) wird von der Leitlinie als wirksame Option zur Verbesserung der Knochenfestigkeit und zur Sturzprävention eingestuft. Es eignet sich besonders für Personen, die klassische Sportprogramme nicht durchführen können oder möchten.

Reines Walking oder Spazierengehen reicht laut Leitlinie nicht aus, um die Knochendichte signifikant zu erhöhen. Es wird empfohlen, Walking-Programme mit Krafttraining oder Gleichgewichtsübungen zu kombinieren.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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