Osteoporotische Wirbelkörperfraktur: Bewegungstherapie
Hintergrund
Osteoporotische Wirbelkörperfrakturen sind mit einer erhöhten Morbidität, Schmerzen und einer reduzierten Lebensqualität assoziiert. Bewegungsübungen werden häufig als nicht-pharmakologische Therapie empfohlen, um Schmerzen zu lindern und die körperliche Funktion wiederherzustellen.
Bei Patienten mit bestehenden Wirbelbrüchen besteht jedoch ein erhöhtes Risiko für weitere Frakturen. Daher müssen Trainingsprogramme oft speziell angepasst werden, um das Frakturrisiko während der Übungen nicht zu erhöhen.
Dieser Cochrane-Review untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit von Bewegungsübungen von mindestens vier Wochen Dauer im Vergleich zu keiner Intervention oder Placebo. Die Zielgruppe sind Erwachsene mit einer Historie von osteoporotischen Wirbelbrüchen.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie warnt davor, dass Bewegungsübungen bei Patienten mit osteoporotischen Wirbelbrüchen nicht völlig risikofrei sind und unerwünschte Ereignisse wie Rippenfrakturen auslösen können. Es wird empfohlen, bei Übungsübergängen (zum Beispiel vom Liegen zum Stehen) und beim Umgang mit Gewichten besondere Vorsicht walten zu lassen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane-Review gibt es zwar Hinweise auf leichte Verbesserungen der krankheitsspezifischen Lebensqualität durch Training. Die Leitlinie merkt jedoch an, dass diese Effekte meist zu gering sind, um für den Patienten klinisch bedeutsam zu sein.
Die aktuelle Evidenz reicht laut Leitlinie nicht aus, um zu beurteilen, ob Bewegungsübungen das Risiko für neue Wirbel- oder andere Fragilitätsfrakturen senken. Es werden weitere große, qualitativ hochwertige Studien benötigt, um diese Frage zu klären.
Die Leitlinie stellt fest, dass fast alle untersuchten Trainingsprogramme die Muskelkräftigung beinhalteten. Dabei wurde häufig ein besonderer Fokus auf die Stärkung der Rückenstreckermuskulatur gelegt.
Die Leitlinie berichtet über vereinzelte unerwünschte Ereignisse wie Rippenfrakturen, die direkt durch das Training ausgelöst wurden. Es wird daher empfohlen, Übungsprogramme individuell anzupassen und riskante Bewegungen zu vermeiden.
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Quelle: Cochrane Review: Exercise for improving outcomes after osteoporotic vertebral fracture (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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