DMP Osteoporose: Diagnostik, Therapie & Frakturrisiko
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus dem Jahr 2024 dient als Leitliniensynopse. Ziel ist die inhaltliche Vorbereitung für eine Aktualisierung des Disease-Management-Programms (DMP) Osteoporose durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA).
Für die Analyse wurden 17 aktuelle, evidenzbasierte Leitlinien internationaler und nationaler Fachgesellschaften systematisch ausgewertet. Die identifizierten Empfehlungen wurden mit der aktuell gültigen DMP-Anforderungen-Richtlinie (DMP-A-RL) abgeglichen.
Der Fokus der Synopse liegt auf der Identifikation von Diskrepanzen zwischen dem aktuellen wissenschaftlichen Stand und den bestehenden DMP-Vorgaben. Dabei werden insbesondere Empfehlungen mit hohem Empfehlungs- oder Evidenzgrad hervorgehoben.
💡Praxis-Tipp
Die Leitliniensynopse betont die Wichtigkeit einer lückenlosen Sequenztherapie bei bestimmten Osteoporose-Medikamenten. Es wird dringend darauf hingewiesen, dass nach Beendigung einer Therapie mit Denosumab, Romosozumab oder Teriparatid zeitnah eine antiresorptive Anschlusstherapie (beispielsweise mit Bisphosphonaten) erfolgen muss. Ohne diese Anschlussbehandlung droht ein massiver Rebound-Effekt mit raschem Knochenverlust und einem stark erhöhten Risiko für multiple Wirbelkörperfrakturen.
Häufig gestellte Fragen
Laut den ausgewerteten Leitlinien wird eine osteoanabole Therapie mit Romosozumab oder Teriparatid ab einem 3-Jahres-Frakturrisiko von 10 % für Schenkelhals- und Wirbelkörperfrakturen empfohlen. Dies betrifft vor allem Personen mit sehr hohem oder imminentem Frakturrisiko.
Es wird empfohlen, das Frakturrisiko nach 3 bis 5 Jahren Bisphosphonat-Therapie neu zu bewerten. Bei einem gesunkenen Risiko kann eine Therapiepause (Drug Holiday) erwogen werden, während bei anhaltend hohem Risiko eine Fortführung indiziert ist.
Die Synopse warnt vor einem ungeplanten Absetzen von Denosumab aufgrund des Rebound-Effekts. Es wird empfohlen, exakt 6 Monate nach der letzten Injektion eine antiresorptive Anschlusstherapie, beispielsweise mit Zoledronat, einzuleiten.
Die aktuellen Leitlinien raten von einer spezifischen Supplementierung mit hochdosiertem Vitamin K2 zur Therapie der Osteoporose oder zur Frakturprävention ab. Ein nachgewiesener Vitamin-K-Mangel sollte jedoch ausgeglichen werden.
Ein FLS ist ein strukturiertes, multidisziplinäres Versorgungsmodell zur Sekundärprävention von Frakturen. Es wird empfohlen, um Patientinnen und Patienten nach einer Fragilitätsfraktur systematisch zu identifizieren und eine adäquate Diagnostik sowie Therapie einzuleiten.
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Quelle: IQWiG V23-03: Leitliniensynopse für die Aktualisierung des DMP Osteoporose (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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