Osteoporose DMP: Diagnostik, Therapie und Monitoring
Hintergrund
Die Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die durch eine niedrige Knochenmasse und eine mikroarchitektonische Verschlechterung des Knochengewebes charakterisiert ist. Dies führt zu einem konsekutiven Anstieg der Knochenfragilität und einer erhöhten Neigung zu Frakturen.
Der IQWiG Rapid Report V17-02 dient als wissenschaftliche Leitliniensynopse für ein Disease-Management-Programm (DMP) Osteoporose. Er fasst die Kernaussagen aus 23 evidenzbasierten Leitlinien zusammen, um eine strukturierte und qualitätsgesicherte Versorgung der betroffenen Personen zu ermöglichen.
Zu den wesentlichen Risikofaktoren für osteoporotische Frakturen zählen ein fortgeschrittenes Lebensalter, weibliches Geschlecht, ein niedriger Body-Mass-Index (BMI) sowie die Langzeiteinnahme von Glukokortikoiden. Auch Begleiterkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder chronische Nierenerkrankungen erhöhen das Risiko für eine sekundäre Osteoporose.
💡Praxis-Tipp
Laut Bericht wird vor Beginn einer antiresorptiven Therapie (insbesondere mit Bisphosphonaten oder Denosumab) eine zahnärztliche Untersuchung empfohlen, um das Risiko einer Kiefernekrose zu minimieren. Zudem wird betont, dass bei Denosumab keine Therapiepause ("drug holiday") eingelegt werden sollte, da nach dem Absetzen ein rascher Knochenverlust droht.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitliniensynopse wird eine DXA-Messung bei Frauen ab 65 Jahren und Männern ab 70 Jahren empfohlen. Bei jüngeren Personen wird sie nur bei Vorliegen spezifischer Risikofaktoren wie Frakturen, Untergewicht oder Glukokortikoid-Einnahme angeraten.
Es wird die Bestimmung von Serum-Kalzium, Phosphat, alkalischer Phosphatase, Gamma-GT, Kreatinin-Clearance, BSG/CRP, Blutbild und TSH empfohlen. Knochenumbauparameter (BTM) werden nicht zur primären Diagnostik, sondern primär zur Verlaufskontrolle empfohlen.
Der Bericht empfiehlt eine Reevaluation der Therapie nach 3 bis 5 Jahren. Bei stabilem Befund und moderatem Risiko kann eine Therapiepause erwogen werden, während bei hohem Risiko eine Fortführung empfohlen wird.
Eine generelle Supplementierung bei nicht-institutionalisierten älteren Personen wird nicht empfohlen. Die Leitlinien raten dazu, den Kalziumbedarf primär über die Ernährung zu decken und Supplemente nur bei unzureichender Zufuhr einzusetzen.
Bei einem mittleren bis hohen Frakturrisiko unter Glukokortikoid-Therapie werden orale Bisphosphonate als Erstlinientherapie empfohlen. Diese werden einer alleinigen Gabe von Calcium und Vitamin D vorgezogen.
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Quelle: IQWiG V17-02: Leitliniensynopse zum DMP Osteoporose - Rapid Report (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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