DIVI / DGINAEmpfehlung2024Notfallmedizin

Notaufnahme: Strukturvorgaben und G-BA-Stufenkonzept

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DIVI / DGINA (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Notaufnahmen der Krankenhäuser sind in Deutschland ein zentraler Anlaufpunkt für über 20 Millionen Notfallpatienten pro Jahr. Sie garantieren rund um die Uhr eine optimale notfallmedizinische Versorgung durch spezialisiertes Personal.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat 2018 ein gestuftes System von Notfallstrukturen beschlossen. Dieses teilt Krankenhäuser in die Basis-, erweiterte und umfassende Notfallversorgung ein und verknüpft diese mit spezifischen Strukturvorgaben.

Bisher gab es in Deutschland keine einheitlichen Empfehlungen zur erforderlichen Gesamtausstattung von Notaufnahmen. Die vorliegende Leitlinie der DGINA und DIVI formuliert daher erstmals detaillierte Strukturempfehlungen, um eine hohe Versorgungsqualität sicherzustellen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass eine Personalbedarfsrechnung nicht allein durch die simple Multiplikation von Patientenzahlen mit Bindungszeiten erfolgen darf. Es wird darauf hingewiesen, dass komplexe Berechnungsmethoden wie die Warteschlangentheorie erforderlich sind, um unvorhersehbare Patientenankunftsraten abzubilden. Zudem wird eine zeitnahe psychosoziale Unterstützung für das Personal bei belastenden Ereignissen dringend empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine Mindestbesetzung von einer Vollzeitkraft pro 1200 Patientenkontakten pro Jahr. Auf einer integrierten Beobachtungsstation ist nach IMC-Standard ein Pflegeschlüssel von 1:4 pro Schicht erforderlich.

Gemäß den Empfehlungen muss die ärztliche Leitung über die Zusatzweiterbildung Klinische Akut- und Notfallmedizin verfügen. Dies gilt idealerweise auch für die stellvertretende Leitung.

Laut Leitlinie muss die strukturierte Ersteinschätzung innerhalb von 10 Minuten nach dem Eintreffen des Patienten durchgeführt werden. Es wird die Nutzung validierter Systeme wie MTS oder ESI empfohlen.

Die Anzahl richtet sich nach der Notfallstufe des Krankenhauses. Basisversorger sollten einen Schockraum betreiben, während für erweiterte und umfassende Notfallversorger zwei Schockräume empfohlen werden.

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Quelle: DGINA/DIVI Empfehlungen zur Struktur und Ausstattung von Notaufnahmen (2024) (DIVI / DGINA, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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