Nierenzellkarzinom (Hypernephrom): Onkopedia Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Onkopedia|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Nierenzellkarzinom macht etwa 85 Prozent der malignen Nierentumore aus. Männer sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Frauen, wobei das mittlere Erkrankungsalter zwischen 65 und 72 Jahren liegt.

In den letzten Jahren werden bis zu 50 Prozent der Tumore zufällig im Rahmen abdomineller Diagnostik entdeckt. Die Erkrankung verläuft oft lange symptomarm, kann aber lokal bedingte Beschwerden wie eine schmerzlose Makrohämaturie oder Flankenschmerzen verursachen.

Histologisch dominieren klarzellige Karzinome mit 70 bis 80 Prozent, gefolgt von papillären und chromophoben Subtypen. Bei etwa 80 Prozent der klarzelligen Karzinome findet sich eine funktionelle Inaktivierung des von-Hippel-Lindau-Gens (VHL), was zur Aktivierung von Genen der Neoangiogenese und Zellproliferation führt.

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💡Praxis-Tipp

Unter einer Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren kann es initial zu einer Größenzunahme der tumorösen Raumforderungen kommen, der sogenannten frühen Pseudoprogression. Es wird daher darauf hingewiesen, dass eine erste bildgebende Verlaufskontrolle bei diesen Behandlungen oft erst 12 Wochen nach Therapiebeginn aussagekräftig ist.

Häufig gestellte Fragen

Eine Biopsie wird laut Leitlinie nur empfohlen, wenn das Ergebnis das weitere therapeutische Vorgehen beeinflusst. Dies ist beispielsweise vor lokal ablativen Verfahren oder vor einer systemischen Therapie bei primär metastasierter Erkrankung der Fall.

Wenn es onkologisch vertretbar ist, empfiehlt die Leitlinie den Nierenerhalt mittels partieller Nephrektomie. Die radikale Nephrektomie wird heute zugunsten der Nierenerhaltung zurückgestellt, sofern die anatomischen Gegebenheiten dies zulassen.

Bei Patienten mit einem hohen Rezidivrisiko ist nach der Tumornephrektomie eine adjuvante Therapie mit Pembrolizumab indiziert. Für andere Immuntherapien konnte in der adjuvanten Situation bisher kein überzeugender Überlebensvorteil gezeigt werden.

Die Leitlinie empfiehlt als neuen Standard Kombinationstherapien aus Immuncheckpoint-Inhibitoren und Tyrosinkinase-Inhibitoren (z.B. Pembrolizumab/Axitinib) oder zwei Immuntherapeutika (Nivolumab/Ipilimumab). Die genaue Auswahl richtet sich nach dem IMDC-Risikoscore.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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