Nierenzellkarzinom: Cabozantinib & Nivolumab Therapie
Hintergrund
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit der Nutzenbewertung von Cabozantinib in Kombination mit Nivolumab beauftragt. Die Bewertung bezieht sich auf die Erstlinienbehandlung von erwachsenen Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom.
Die Zielpopulation wird anhand des Risikoprofils nach dem IMDC-Score in zwei Fragestellungen unterteilt. Dies umfasst Patienten mit günstigem Risikoprofil (IMDC-Score 0) sowie Patienten mit intermediärem (IMDC-Score 1-2) oder ungünstigem Risikoprofil (IMDC-Score ≥ 3).
Als zweckmäßige Vergleichstherapie legte der G-BA für beide Gruppen unter anderem Pembrolizumab in Kombination mit Axitinib fest. Der pharmazeutische Unternehmer reichte für die Bewertung einen adjustierten indirekten Vergleich über den Brückenkomparator Sunitinib ein.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht weist darauf hin, dass Cabozantinib ein CYP3A4-Substrat ist und Vorsicht bei der gleichzeitigen Anwendung von starken CYP3A4-Inhibitoren geboten ist. Zudem wird betont, dass Patienten angewiesen werden sollen, mindestens 2 Stunden vor und bis 1 Stunde nach der Einnahme von Cabozantinib nichts zu essen. Aufgrund der hohen Plasmaproteinbindung ist eine regelmäßige Kontrolle der INR-Werte bei gleichzeitiger Gabe von Warfarin erforderlich.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Nutzenbewertung ist ein Zusatznutzen für Cabozantinib in Kombination mit Nivolumab in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms nicht belegt. Dies gilt unabhängig vom IMDC-Risikoprofil der Patienten.
In der Kombinationstherapie mit Nivolumab wird eine Dosis von 40 mg Cabozantinib einmal täglich oral empfohlen. Die Tabletten sollen im Ganzen geschluckt und nicht zerdrückt werden.
Der Gemeinsame Bundesausschuss legte unter anderem Pembrolizumab in Kombination mit Axitinib als zweckmäßige Vergleichstherapie fest. Der pharmazeutische Unternehmer nutzte für den indirekten Vergleich Sunitinib als Brückenkomparator.
Der Risk Management Plan warnt unter anderem vor gastrointestinalen Perforationen, Fisteln, thromboembolischen Ereignissen und schweren Blutungen. In den ersten 8 Wochen der Behandlung wird eine engmaschige ärztliche Überwachung empfohlen.
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Quelle: IQWiG A21-49: Cabozantinib (Nierenzellkarzinom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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