AWMFS3Onkologie

Larynxkarzinom: Diagnostik, Therapie und Nachsorge

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Larynxkarzinom ist nach dem Mundhöhlen- und Rachenkarzinom der dritthäufigste bösartige Tumor im Kopf-Hals-Bereich. Hauptrisikofaktoren für die Entstehung sind chronischer Tabak- und Alkoholkonsum, insbesondere in Kombination.

Im Gegensatz zum Oropharynxkarzinom spielt eine HPV-Infektion als prognostischer Faktor beim Larynxkarzinom keine wesentliche Rolle. Die Prognose hängt primär von der exakten Lokalisation, dem TNM-Stadium und dem Resektionsstatus (R-Status) ab.

Glottische Karzinome (Stimmlippen) haben aufgrund der frühen Symptomatik durch Heiserkeit die beste Prognose. Supraglottische und subglottische Tumoren metastasieren hingegen früher in die Lymphknoten und weisen eine ungünstigere Prognose auf.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, vor einer geplanten totalen Laryngektomie eine Tracheotomie durchzuführen. Es wird darauf hingewiesen, dass eine prätherapeutische Tracheotomie die Prognose verschlechtert, da signifikant häufiger Stomarezidive auftreten. Bei akuter Dyspnoe sollte stattdessen ein transorales Tumordebulking zur Vermeidung der Tracheotomie erwogen werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird bei glottischen T1-Karzinomen keine elektive Neck-Dissection empfohlen. Bei supraglottischen Karzinomen ab T2 wird hingegen eine ein- oder beidseitige elektive Neck-Dissection angeraten.

Im Gegensatz zum Oropharynxkarzinom hat der HPV-Status beim Larynxkarzinom keine wesentliche prognostische Bedeutung. Die Leitlinie empfiehlt, den HPV16/p16-Status bei der Therapieentscheidung nicht zu berücksichtigen.

Ein PET-CT wird in der Primärdiagnostik nicht routinemäßig empfohlen. Es wird jedoch nach einer primären Radiochemotherapie zur Überwachung (Surveillance) angeraten, um bei nodalpositiven Patienten eine unnötige Neck-Dissection zu vermeiden.

Bei der transoralen laserchirurgischen Resektion von T1/T2-Glottiskarzinomen wird ein Sicherheitsabstand von mindestens 1 mm als ausreichend angesehen. Bei einer Laryngektomie von T3/T4a-Karzinomen sollte ein Abstand von mindestens 5 mm eingehalten werden.

Die Leitlinie rät von einem generellen Screening auf Larynxkarzinome ab, auch bei Risikogruppen wie starken Rauchern. Es fehlt der Nachweis, dass ein solches Screening die Inzidenz invasiver Karzinome oder die Mortalität senkt.

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Quelle: AWMF 017-076: Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Larynxkarzinoms (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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