AWMFS3Onkologie

Komplementärmedizin Onkologie: Leitlinien-Empfehlungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF S3-Leitlinie "Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen" (Version 2.0, Mai 2024) bietet eine evidenzbasierte Orientierung für den Einsatz komplementärer und alternativer Medizin (KAM). Ziel ist es, Symptome und die Lebensqualität unter der Tumortherapie zu verbessern.

Die Nutzung von komplementären Verfahren ist bei Krebspatienten sehr verbreitet. Daher ist eine fundierte Aufklärung über Nutzen, Risiken und mögliche Interaktionen mit der onkologischen Standardtherapie essenziell.

Die Leitlinie bewertet eine Vielzahl von Methoden, darunter medizinische Systeme, manipulative Körpertherapien, Mind-Body-Verfahren und biologische Therapien. Dabei wird deutlich zwischen empfehlenswerten unterstützenden Maßnahmen und unwirksamen oder potenziell schädlichen Verfahren unterschieden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Praxis-Hinweis der Leitlinie ist die proaktive und wiederholte Befragung onkologischer Patienten nach der Nutzung komplementärer Verfahren. Es wird betont, dass viele Patienten Nahrungsergänzungsmittel oder Phytotherapeutika einnehmen, ohne dies von sich aus zu berichten, was zu gefährlichen Interaktionen mit der onkologischen Standardtherapie führen kann.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie rät von einer ketogenen Diät bei normal- und untergewichtigen onkologischen Patienten ab. Es wird gewarnt, dass diese Ernährungsform zu einem Gewichtsverlust führt, der einer Mangelernährung entspricht.

Ja, laut Leitlinie kann Ingwer zusätzlich zur leitliniengerechten Antiemese bei zytostatikainduzierter Übelkeit und Erbrechen erwogen werden. Die Tagesdosis sollte dabei 1 g nicht überschreiten und in Kapsel- oder Pulverform verabreicht werden.

Die subkutane Gabe von Mistelgesamtextrakt kann zur Verbesserung der Lebensqualität bei Patienten mit soliden Tumoren erwogen werden. Für eine Empfehlung zur Verlängerung der Überlebenszeit reicht die aktuelle Datenlage jedoch nicht aus.

Die Leitlinie warnt vor der ungerichteten Einnahme von hochdosierten Vitaminen. Insbesondere Vitamin A, Beta-Carotin und Vitamin E sollen nicht zur Senkung von Therapienebenwirkungen oder zur Lebensverlängerung empfohlen werden.

Körperliche Aktivität und Sport werden mit dem höchsten Empfehlungsgrad zur Behandlung und Prävention der krebsspezifischen Fatigue empfohlen. Zudem wird der Einsatz zur Erhaltung der Lebensqualität stark befürwortet.

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Quelle: AWMF 032-055: Komplementärmedizin in der Behandlung von onkologischen PatientInnen (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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