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Kardiologische Akutmedizin: Algorithmen und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Master Pocket-Leitlinie 2025 der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) fasst die wichtigsten Empfehlungen zur kardiovaskulären Akutversorgung zusammen. Sie richtet sich an medizinisches Personal im ambulanten Bereich, in der Notfallmedizin und in der stationären Akutversorgung.

Das Dokument bündelt etablierte Algorithmen der European Society of Cardiology (ESC) und der DGK. Es deckt ein breites Spektrum ab, darunter kardiopulmonale Reanimation, kardiogener Schock, akutes Koronarsyndrom (ACS) und lebensbedrohliche Rhythmusstörungen.

Ziel ist es, in zeitkritischen Situationen einen schnellen Zugriff auf evidenzbasierte Diagnose- und Therapiepfade zu ermöglichen. Die aktuelle Version integriert zudem neue Algorithmen zu Aortenerkrankungen, Vorhofflimmern und erhöhtem Blutdruck.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis der Leitlinie ist die strikte Unterscheidung zwischen hämodynamisch stabilen und instabilen Patienten bei Tachykardien. Es wird betont, dass bei jeglicher hämodynamischer Instabilität (wie Schock, Synkope oder schwerer Ischämie) keine zeitaufwändigen medikamentösen Therapieversuche unternommen werden sollten. Stattdessen wird in diesen Fällen die sofortige elektrische Kardioversion empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird hochsensitives Troponin bei Aufnahme (0h) und nach einer Stunde (1h) bestimmt. Basierend auf den absoluten Werten und der Dynamik kann ein Myokardinfarkt zügig ausgeschlossen (Rule-out) oder bestätigt (Rule-in) werden.

Eine sofortige invasive Strategie innerhalb von 2 Stunden wird bei sehr hohem Risiko empfohlen. Dazu zählen laut Leitlinie hämodynamische Instabilität, kardiogener Schock, lebensbedrohliche Arrhythmien oder refraktäre Angina pectoris.

Die Leitlinie empfiehlt den PESI-Score (Pulmonary Embolism Severity Index) oder den vereinfachten sPESI zur Abschätzung des frühen Sterberisikos. Bei hämodynamischer Instabilität liegt per Definition eine Hochrisiko-Lungenembolie vor.

Es wird eine sofortige Blutdrucksenkung auf unter 140 mmHg systolisch empfohlen. Als Mittel der Wahl nennt die Leitlinie Nitroglycerin als intravenöse Infusion in Kombination mit einem Schleifendiuretikum.

Bei Patienten mit Vorhofflimmern und akutem Koronarsyndrom wird standardmäßig eine Kombination aus einem DOAK und einem P2Y12-Inhibitor (bevorzugt Clopidogrel) für bis zu 6 Monate empfohlen. Die Dauer der Tripeltherapie (inklusive ASS) sollte laut Leitlinie auf maximal eine Woche beschränkt werden.

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Quelle: Master Pocket-Leitlinie: Empfehlungen für die Akutversorgung (Version 2025) (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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