Rheumatoide Arthritis: Diagnostik und DMARD-Therapie
Hintergrund
Die IQWiG-Leitliniensynopse V23-05 fasst die aktuelle Evidenz für die Aktualisierung des Disease-Management-Programms (DMP) zur rheumatoiden Arthritis zusammen. Die rheumatoide Arthritis ist eine chronisch entzündliche, systemische Autoimmunerkrankung.
Sie geht mit Gelenkschwellungen, Schmerzen und einer fortschreitenden Gelenkzerstörung einher. Zudem können Sehnen, Bänder und innere Organe befallen sein, was zu einer verkürzten Lebenserwartung führen kann.
Eine frühzeitige Diagnose und der rasche Beginn einer krankheitsmodifizierenden Therapie (Window of Opportunity) sind entscheidend. Ziel ist es, strukturelle Schäden zu vermeiden und eine langanhaltende Remission zu erreichen.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie warnt davor, Glukokortikoide als Dauertherapie einzusetzen. Es wird nachdrücklich empfohlen, die Glukokortikoidgabe wegen unerwünschter Arzneimittelwirkungen auf drei bis sechs Monate zu beschränken und rechtzeitig auszuschleichen. Zudem wird bei der Verordnung von JAK-Inhibitoren eine strenge Nutzen-Risiko-Abwägung bezüglich kardiovaskulärer und maligner Risikofaktoren angeraten.
Häufig gestellte Fragen
Der Score bewertet die Gelenkbeteiligung, rheumaspezifische Laborparameter (RF, ACPA), Entzündungsparameter (BSG, CRP) und die Symptomdauer. Laut Leitlinie gilt die Diagnose ab einem Summenwert von 6 von 10 möglichen Punkten als hinreichend gesichert.
Es wird eine Therapieeskalation empfohlen, wenn nach spätestens 12 Wochen unter der Starttherapie kein adäquates Ansprechen vorliegt. Ebenso sollte eskaliert werden, wenn nach 24 Wochen keine Remission erreicht wurde.
Die Leitlinie empfiehlt standardmäßig eine Folsäure-Substitution bei einer Therapie mit Methotrexat. Es werden 5 bis 10 mg Folsäure etwa 24 Stunden nach der Methotrexat-Gabe verordnet.
Eine Deeskalation kann erwogen werden, wenn nach dem Ausschleichen der Glukokortikoide eine anhaltende Remission über mindestens 6 Monate besteht. Ein sofortiges vollständiges Absetzen wird nicht empfohlen, stattdessen sollte eine Dosisreduktion oder Intervallverlängerung erfolgen.
Es wird ein ausreichender Impfschutz gemäß STIKO empfohlen, insbesondere gegen Influenza, Pneumokokken und Humane Papillomviren (HPV). Die Leitlinie weist darauf hin, dass Totimpfstoffe sicher sind, Lebendimpfstoffe unter Immunsuppression jedoch kontraindiziert sind.
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Quelle: IQWiG V23-05: Leitliniensynopse für die Aktualisierung des DMP Rheumatoide Arthritis (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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