IQWiG2023

Koronare Herzkrankheit (DMP): IQWiG-Leitliniensynopse

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IQWiG-Leitliniensynopse V22-04 dient der Aktualisierung des Disease-Management-Programms (DMP) für die koronare Herzkrankheit (KHK). Sie fasst aktuelle evidenzbasierte Empfehlungen zusammen, um die strukturierte Versorgung chronisch kranker Menschen zu optimieren.

Die KHK ist durch atherosklerotische Plaques in den Herzkranzarterien gekennzeichnet, was zu einer Minderperfusion des Herzmuskels führt. Als Leitsymptome werden in der Synopse die Angina pectoris sowie die Dyspnoe genannt.

Der Verlauf der Erkrankung wird klinisch in das akute Koronarsyndrom (ACS) und das chronische Koronarsyndrom (CCS) unterteilt. Laut Bericht kann die Dynamik der KHK durch Lebensstiländerungen und therapeutische Interventionen positiv beeinflusst werden.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Diagnostik und Klassifikation der KHK:

Klinische Klassifikation

Zur Einteilung der Angina pectoris wird die Graduierung nach der Canadian Cardiovascular Society herangezogen. Die Schweregrade richten sich nach der individuellen Belastungstoleranz.

SchweregradBelastungstoleranz
IKeine Angina pectoris bei Alltagsbelastung, jedoch bei plötzlicher oder längerer physischer Belastung
IIAngina pectoris bei stärkerer Anstrengung (z.B. schnelles Laufen, Kälte, psychische Belastung)
IIIAngina pectoris bei leichter körperlicher Belastung (z.B. normales Gehen, Ankleiden)
IVRuhebeschwerden oder Beschwerden bei geringster körperlicher Belastung

Anamnese und Vortestwahrscheinlichkeit

Es wird empfohlen, die Vortestwahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer stenosierenden KHK zu bestimmen. Diese Beurteilung basiert laut Leitlinie auf dem Alter, dem Geschlecht und der Symptomatik der betroffenen Person.

Zudem wird eine umfassende Anamnese empfohlen. Dabei sollen frühzeitig psychische, somatische und soziale Informationen erhoben werden (hoher Empfehlungsgrad).

Basislabor und Diagnostik

Bei Erstdiagnose oder dem Verdacht auf eine KHK empfiehlt die Leitlinie spezifische Laboruntersuchungen. Folgende Parameter sollen bestimmt werden:

  • Vollständiges Blutbild einschließlich Hämoglobin

  • Kreatinin und Abschätzung der Nierenfunktion

  • Lipidprofil einschließlich LDL-Cholesterin

Die Auswahl des nicht invasiven diagnostischen Verfahrens im Rahmen der Primärdiagnostik richtet sich nach dem klinischen Gesamtbild. Das weitere Vorgehen wird in Abhängigkeit von der ermittelten Vortestwahrscheinlichkeit geplant.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass bei der Anamnese von Personen mit KHK nicht nur somatische, sondern frühzeitig auch psychische und soziale Faktoren erfasst werden sollen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass neben der klassischen Angina pectoris auch eine isolierte Dyspnoe ein Leitsymptom für eine zugrunde liegende koronare Herzkrankheit sein kann.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie nutzt die Klassifikation der Canadian Cardiovascular Society (CCS), die vier Schweregrade umfasst. Diese Einteilung reicht von Beschwerden nur bei starker Belastung (Grad I) bis hin zu Ruhebeschwerden (Grad IV).

Bei Erstdiagnose oder Verdacht auf eine KHK wird die Bestimmung eines Basislabors empfohlen. Laut Leitlinie gehören dazu ein vollständiges Blutbild mit Hämoglobin, der Kreatininwert zur Nierenfunktionsprüfung sowie ein Lipidprofil inklusive LDL-Cholesterin.

Dem chronischen Koronarsyndrom werden laut Bericht verschiedene klinische Szenarien zugeordnet, darunter stabile Angina-Symptome oder eine neu aufgetretene Herzinsuffizienz. Auch asymptomatische Personen nach einem Myokardinfarkt oder einer Revaskularisation fallen in diese Kategorie.

Die Leitlinie empfiehlt, die Vortestwahrscheinlichkeit anhand eines klinischen Modells zu beurteilen. Dabei werden primär das Alter, das Geschlecht und die spezifische Symptomatik der Person berücksichtigt.

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