Rheumatoide Arthritis (RA): DMP-Leitlinien und Therapie
Hintergrund
Die rheumatoide Arthritis (RA) ist die häufigste chronisch entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankung in Industrienationen. Sie ist durch eine chronische Gelenkentzündung gekennzeichnet, die zu Schwellungen, Schmerzen und einer fortschreitenden Gelenkzerstörung führt.
Typischerweise sind die kleinen Gelenke an Händen und Füßen symmetrisch betroffen. Eine frühe Diagnose und Therapieeinleitung sind für den Krankheitsverlauf von entscheidender Bedeutung, da die ersten Monate ein therapeutisches Fenster darstellen.
Der vorliegende Bericht des IQWiG fasst internationale evidenzbasierte Leitlinien zusammen. Ziel ist es, relevante Empfehlungen für ein Disease-Management-Programm (DMP) zur rheumatoiden Arthritis in Deutschland zu identifizieren.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinien betonen, dass bei einer längerfristigen Glukokortikoidtherapie (über 3 Monate) mit einer Dosis von mindestens 7,5 mg Prednisolonäquivalent pro Tag eine leitliniengerechte Osteoporoseprophylaxe indiziert ist. Zudem wird darauf hingewiesen, dass NSAR und COX-2-Hemmer aufgrund ihrer Nebenwirkungsprofile immer in der niedrigsten effektiven Dosis und so kurz wie möglich eingesetzt werden sollten.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinien empfehlen die Bestimmung von Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG), C-reaktivem Protein (CRP), Antikörpern gegen zyklisch citrullinierte Peptide (Anti-CCP-Ak) und Rheumafaktoren (RF).
Als Erstlinientherapie wird der Einsatz von konventionellen synthetischen DMARDs (csDMARD) empfohlen. Dabei gilt Methotrexat (MTX) laut Leitlinie als Mittel der Wahl, sofern keine Kontraindikationen vorliegen.
Ein Wechsel auf biologische DMARDs (bDMARDs) wird empfohlen, wenn Patienten auf eine Therapie mit csDMARDs unzureichend ansprechen. Die Indikationsstellung sollte gemäß den Leitlinien durch einen Rheumatologen erfolgen.
Zur regelmäßigen Erfassung und Dokumentation der Krankheitsaktivität wird in den Leitlinien das DAS28-Instrument empfohlen.
Totimpfstoffe wie Pneumokokken- und Influenza-Vakzinen werden empfohlen. Lebendimpfstoffe sind hingegen unter einer Therapie mit biologischen DMARDs kontraindiziert und sollten idealerweise 4 Wochen vor Therapiebeginn verabreicht werden.
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Quelle: IQWiG V14-02: Systematische Leitlinienrecherche und -bewertung sowie Extraktion relevanter Empfehlungen für ein DMP Rheumatoide Arthritis (IQWiG, 2016). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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