IQWiG2008Kardiologie

Koronare Herzkrankheit (KHK): DMP-Therapieempfehlungen

Diese Leitlinie stammt aus 2008 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2008)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus dem Jahr 2008 evaluiert systematisch internationale und nationale Leitlinien zur koronaren Herzkrankheit (KHK).

Ziel der Untersuchung war die Identifikation von Aktualisierungsbedarf für das deutsche Disease-Management-Programm (DMP) KHK. Es wurden 21 evidenzbasierte Leitlinien eingeschlossen und methodisch bewertet.

Dabei wurden Kernempfehlungen zu Diagnostik, Therapie und Rehabilitation extrahiert und mit den bestehenden DMP-Vorgaben verglichen. Die Analyse zeigt, dass die grundlegenden Strukturen des DMP weiterhin gültig sind.

Es ergeben sich jedoch spezifische Erweiterungen. Diese betreffen insbesondere das Risikofaktormanagement, die medikamentöse Sekundärprävention und die Indikationen zur Revaskularisation.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein wesentlicher Aspekt der Leitlinienaktualisierung ist die veränderte Bewertung der Revaskularisationsstrategien. Es wird betont, dass bei komplexen Koronarbefunden, wie einer Dreigefäßerkrankung oder proximalen RIVA-Stenosen mit eingeschränkter Pumpfunktion, der Bypassoperation (CABG) gegenüber der PCI der Vorzug gegeben wird. Zudem wird die jährliche Grippeimpfung als einfache, aber effektive präventive Maßnahme für alle KHK-Patienten hervorgehoben.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt für Patienten mit koronarer Herzkrankheit einen LDL-Zielwert von unter 100 mg/dl. Bei Hochrisikopatienten wird eine weitere Absenkung auf unter 70 mg/dl als sinnvoll erachtet.

Der Einsatz von ACE-Hemmern wird insbesondere bei KHK-Patienten mit begleitender Herzinsuffizienz, einer Auswurffraktion von maximal 40 %, Diabetes mellitus oder nach einem Myokardinfarkt empfohlen. Bei unkomplizierter KHK ohne diese Risikofaktoren ist die Evidenzlage weniger eindeutig.

Laut Leitlinie wird eine menopausale Hormontherapie zur Sekundärprävention kardiovaskulärer Ereignisse nicht empfohlen. Studien zeigten keinen Nutzen und weisen auf potenzielle Risiken hin.

Es wird empfohlen, änderungsbereiten Rauchern bei unzureichendem Erfolg von Beratungsgesprächen eine medikamentöse Unterstützung anzubieten. Hierzu zählen die Nikotinersatztherapie oder der Einsatz von Bupropion.

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Quelle: IQWiG V06-03: Leitlinienrecherche und -bewertung für das DMP KHK (IQWiG, 2008). Originaldokument ansehen

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