DMP Koronare Herzkrankheit Update: IQWiG-Bericht
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht V16-03 zur Leitliniensynopse für das Disease-Management-Programm (DMP) Koronare Herzkrankheit (KHK) aus dem Jahr 2018 untersucht den Aktualisierungsbedarf bestehender Versorgungsstrukturen. Ziel ist es, durch eine systematische Recherche evidenzbasierter Leitlinien neue Kernaussagen für die Behandlung zu identifizieren.
Die koronare Herzkrankheit manifestiert sich als Arteriosklerose in den Herzkranzarterien, ausgehend von einer endothelialen Dysfunktion. Im fortgeschrittenen Stadium führt die Einengung der Gefäße zu einer Myokardischämie, die sich klinisch häufig als Angina Pectoris äußert.
Zu den etablierten Risikofaktoren für die Entstehung einer KHK zählen laut Bericht unter anderem zunehmendes Alter, männliches Geschlecht, Rauchen, Übergewicht sowie arterielle Hypertonie und Diabetes mellitus. Auch psychosoziale Faktoren wie Erschöpfung und berufsbedingte Belastungen werden als relevant eingestuft.
Empfehlungen
Der Bericht fasst die Empfehlungen aus 44 eingeschlossenen Leitlinien zusammen, um den Aktualisierungsbedarf für das DMP KHK zu bewerten.
Identifizierter Aktualisierungsbedarf
Die systematische Analyse der Leitlinien zeigt, dass die bestehende DMP-Anforderungen-Richtlinie in mehreren Bereichen überprüft werden sollte. Es wird festgestellt:
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Für drei spezifische Versorgungsaspekte besteht ein konkreter Aktualisierungsbedarf.
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Für den Bereich der Rehabilitation konnte kein potenzieller Aktualisierungsbedarf ermittelt werden.
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Über die Leitlinien wurden keine Gliederungspunkte identifiziert, die die bisherigen DMP-Vorgaben für obsolet erklären.
Neue Versorgungsaspekte
Der Bericht identifiziert zudem Themen, die bislang in der DMP-Richtlinie nicht adressiert wurden. Es wird hervorgehoben, dass spezielle Formen der Angina Pectoris zukünftig berücksichtigt werden sollten:
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Mikrovaskuläre Angina
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Refraktäre Angina
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Vasospastische Angina
Klassifikation der Angina Pectoris
Zur Bestimmung der Schwere der Erkrankung wird die Graduierung nach der Canadian Cardiovascular Society (CCS) herangezogen.
| Schweregrad | Belastungstoleranz |
|---|---|
| Grade I | Keine Angina Pectoris bei Alltagsbelastung, jedoch bei plötzlicher oder längerer physischer Belastung |
| Grade II | Angina Pectoris bei stärkerer Anstrengung (z. B. schnelles Laufen, Treppensteigen nach dem Essen, bei Kälte) |
| Grade III | Angina Pectoris bei leichter körperlicher Belastung (z. B. normales Gehen, Ankleiden) |
| Grade IV | Ruhebeschwerden oder Beschwerden bei geringster körperlicher Belastung |
💡Praxis-Tipp
Bei der Betreuung von Personen mit koronarer Herzkrankheit wird darauf hingewiesen, auch an spezielle Formen der Angina Pectoris zu denken, die in älteren DMP-Strukturen noch nicht abgebildet sind. Dazu zählen laut Bericht insbesondere die mikrovaskuläre, die refraktäre sowie die vasospastische Angina.
Häufig gestellte Fragen
Der Bericht untersucht den Aktualisierungsbedarf des bestehenden Disease-Management-Programms (DMP) für die koronare Herzkrankheit. Dafür wurden 44 evidenzbasierte Leitlinien systematisch ausgewertet und deren Kernaussagen zusammengefasst.
Die Analyse identifiziert spezielle Formen der Angina Pectoris, die bisher in der Richtlinie nicht angesprochen wurden. Es wird hervorgehoben, dass die mikrovaskuläre, refraktäre und vasospastische Angina berücksichtigt werden sollten.
Die Schwere der Erkrankung wird anhand der Klassifikation der Canadian Cardiovascular Society (CCS) in vier Grade unterteilt. Diese reichen von Beschwerden nur bei starker Belastung (Grad I) bis hin zu Ruhebeschwerden (Grad IV).
Zu den wesentlichen Risikofaktoren zählen laut Bericht Alter, männliches Geschlecht, Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes mellitus. Zudem wird auf die Relevanz psychosozialer Faktoren wie berufsbedingte Belastungen hingewiesen.
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Quelle: IQWiG V16-03: Leitlinienrecherche zur Aktualisierung des DMP KHK (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.