IQWiG2018Kardiologie

Koronare Herzkrankheit (KHK): DMP-Therapieempfehlungen

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist die Manifestation einer Arteriosklerose in den Herzkranzarterien, die zu einem Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und -angebot im Herzmuskel führt. Im fortgeschrittenen Stadium äußert sich dies klinisch häufig als Angina Pectoris. Folgeerkrankungen können Herzinsuffizienz, Myokardinfarkt oder der plötzliche Herztod sein.

Zu den klinischen Ausprägungsformen zählen die stabile Angina Pectoris sowie das akute Koronarsyndrom (ACS), welches die instabile Angina Pectoris und Myokardinfarkte umfasst. Risikofaktoren für die Entstehung einer KHK sind unter anderem Alter, männliches Geschlecht, Rauchen, Übergewicht, arterielle Hypertonie und Diabetes mellitus.

Disease-Management-Programme (DMPs) sind strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch kranke Menschen. Ziel ist es, die Behandlung zu optimieren, die Zusammenarbeit der Leistungserbringer zu fördern und das Risiko von Folgeschäden durch evidenzbasierte Maßnahmen zu minimieren.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass bei Patientinnen und Patienten mit neu aufgetretenem Brustschmerz nicht routinemäßig ein bildgebendes Verfahren oder ein Belastungs-EKG als erste Maßnahme eingesetzt werden soll. Stattdessen wird empfohlen, die Vortestwahrscheinlichkeit (z. B. mittels Marburger Herz-Score) zu ermitteln und ein Ruhe-EKG sowie eine Troponin-Bestimmung durchzuführen. Erst bei einer mittleren Vortestwahrscheinlichkeit wird eine weitere nicht invasive Diagnostik empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird ein Belastungs-EKG bei Patientinnen und Patienten mit einer mittleren Vortestwahrscheinlichkeit und einem auswertbaren Ruhe-EKG empfohlen. Voraussetzung ist eine ausreichende körperliche Belastbarkeit ohne einschränkende Komorbiditäten.

Nach einem akuten Koronarsyndrom wird eine DAPT für bis zu 12 Monate empfohlen, unabhängig von der initialen Therapie. Bei elektiver PCI mit einem medikamentenbeschichteten Stent (DES) sollte die DAPT gemäß Leitlinie für mindestens 6 Monate erfolgen.

Die Leitlinie empfiehlt Statine als Lipidsenker der ersten Wahl, um den LDL-Zielwert von unter 70 mg/dL zu erreichen. Bei Statin-Unverträglichkeit oder Nichterreichen der Zielwerte kann Ezetimib als Second-Line-Therapie eingesetzt werden.

Es wird ein regelmäßiges Screening auf depressive Störungen empfohlen. Zur medikamentösen Therapie der Depression bei KHK-Patienten können laut Leitlinie Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) eingesetzt werden.

Es wird allgemein ein systolischer Blutdruck von unter 140 mmHg und ein diastolischer Wert von unter 90 mmHg angestrebt. Bei Vorliegen eines Diabetes mellitus oder einer Nephropathie empfiehlt die Leitlinie, den Blutdruck weiter abzusenken.

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Quelle: IQWiG V16-03: Leitlinienrecherche zur Aktualisierung des DMP KHK (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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