IQWiG2023Gynäkologie

Myomentfernung bei Kinderwunsch: Therapie und Prognose

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Evidenzbericht V21-08B dient als methodische Grundlage für die S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie benigner Erkrankungen der Gebärmutter. Er untersucht die Effekte einer operativen Entfernung von Myomen im Vergleich zu keiner Therapie.

Die Zielgruppe der Untersuchung umfasst Frauen mit Kinderwunsch und mindestens einem nachweisbaren Myom. Für die Analyse wurden Daten aus einer randomisierten kontrollierten Studie (RCT) sowie drei retrospektiven Kohortenstudien ausgewertet.

Die operativen Eingriffe in den Studien umfassten laparotomische, laparoskopische und hysteroskopische Zugangswege. Der Bericht weist darauf hin, dass sich die eingeschlossenen Studien teilweise deutlich in ihren Einschlusskriterien unterschieden, wie etwa bei der maximalen Myomgröße oder der Anzahl der Myome.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut dem Evidenzbericht ist nach einer operativen Myomentfernung mit einem signifikant erhöhten Risiko für eine spätere Uterusruptur zu rechnen. Zudem stammen die positiven Daten zur Schwangerschaftsrate primär aus einer Studie, die ausschließlich kleine Einzelmyome (bis 40 mm) untersuchte. Eine Übertragung dieser positiven Effekte auf Patientinnen mit multiplen oder sehr großen Myomen ist daher laut Bericht nur eingeschränkt möglich.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem IQWiG-Bericht gibt es Hinweise auf eine erhöhte Schwangerschaftsrate nach einer Operation. Dies basiert jedoch auf Daten von Frauen mit nur einem kleinen Myom von maximal 40 mm Durchmesser.

Der Evidenzbericht zitiert eine große Registerstudie, die ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Uterusruptur nach einer operativen Entfernung zeigt. Die Odds Ratio lag in dieser Auswertung bei 6,73.

Die im Bericht ausgewerteten Daten zeigen keinen statistisch signifikanten Unterschied bei der Rate der Fehlgeburten. Ein klarer Vorteil der Operation lässt sich hieraus nicht ableiten.

In den vom IQWiG zitierten Studien wurde den Frauen empfohlen, nach der Operation eine Genesungszeit abzuwarten. Diese betrug je nach Studie drei bis sechs Monate, bevor erneute Schwangerschaftsversuche unternommen wurden.

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Quelle: IQWiG V21-08: Evidenzrecherche zur S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie von benignen Erkrankungen der Gebärmutter (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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