IQWiG2021Gynäkologie

Endometriose: Nicht-medikamentöse Schmerztherapie

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der HTA-Bericht des IQWiG untersucht, ob nicht-medikamentöse und nicht-operative (NMNO) Verfahren bei Endometriose-bedingten Schmerzen helfen. Dies ist besonders für Frauen relevant, die hormonelle Therapien oder Schmerzmittel ablehnen oder bei denen ein Kinderwunsch besteht.

Zu den untersuchten NMNO-Verfahren zählen Lebensstiländerungen, psychologische Methoden, physikalische Therapien sowie Phytotherapie. Die Endometriose ist eine häufige gynäkologische Erkrankung, die mit starken Unterbauchschmerzen, Dysmenorrhoe und Dyspareunie einhergeht.

Laut Bericht ist die aktuelle Studienlage zu diesen alternativen Verfahren stark limitiert. Viele Studien weisen methodische Mängel auf, weshalb verlässliche Aussagen zu Nutzen und Schaden oft nicht möglich sind.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bericht besteht bei nicht-medikamentösen Verfahren die Gefahr, dass betroffene Frauen durch überzogene Erwartungen und hohe finanzielle Eigenleistungen belastet werden. Es wird hervorgehoben, dass die unzureichende Evidenzlage dieser Methoden in der ärztlichen Aufklärung zwingend und transparent kommuniziert werden muss.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht werden die Kosten für nicht-medikamentöse und nicht-operative Verfahren (NMNO) von den gesetzlichen Krankenkassen üblicherweise nicht erstattet. Die Patientinnen müssen diese Leistungen in der Regel selbst finanzieren.

Der Bericht konnte keinen Beleg oder Anhaltspunkt für einen Nutzen von Akupunktur bei Endometriose feststellen. Die vorliegenden Studien wiesen ein zu hohes Verzerrungspotenzial auf, um verlässliche Aussagen zu treffen.

Der HTA-Bericht sieht einen Anhaltspunkt für einen Nutzen bei der 12-wöchigen Einnahme von Laktobazillen zur Linderung von Dysmenorrhoe. Dies gilt für Frauen, die keine hormonelle Therapie anwenden.

Es gibt laut Bericht einen Anhaltspunkt, dass eine pulsierende hochintensive Lasertherapie mit Wärmeerzeugung Schmerzen lindern kann. Das Verfahren ist jedoch in Deutschland für diese Indikation nicht etabliert und mit hohen Kosten verbunden.

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Quelle: IQWiG HT19-02: Schmerzen bei Endometriose: Helfen anstelle von Schmerzmedikamenten auch andere Verfahren? (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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